Zumtobel geht an die Börse: Vorarlberger Konzern will weitere Expansion finanzieren

Volumen und Zeitpunkt noch nicht geklärt Wachstum in Osteuropa und Asien geplant

Der Vorarlberger Lichtkonzern Zumtobel will noch vor dem Sommer an die Börse. Geplant sei eine Kapitalerhöhung und ein Aktienverkauf der Altaktionäre, Volumen und Zeitpunkt seien noch offen, sagte Zumtobel-Konzernchef Andreas Ludwig am Montag in Wien. Mit dem Erlös will der Konzern die Eigenkapitalquote stärken und weiteres Wachstum finanzieren.

Am vergangenen Freitag hätten die Eigentümer - die Familie Zumtobel und der US-amerikanische Private Equity-Fonds Kohlberg, Kravis und Roberts (KKR) - "entschieden, einen möglichen Börsegang noch vor der Sommerpause zu initiieren", berichtete Ludwig. Die KKR, die 49,96 Prozent an Zumtobel hält, plane dabei zwar einen Anteilsverkauf, aber keinen Totalausstieg, während die Familie Zumtobel ihre Beteiligung von derzeit 50,04 auf knapp über 30 Prozent reduzieren wolle. Die Familie wolle aber auch künftig als österreichischer Kernaktionär mit einem Anteil von knapp mehr als 30 Prozent an Zumtobel beteiligt bleiben.

Analysten schätzen den Erlös auf 400 bis 500 Millionen Euro. Wachsen will Zumtobel nicht durch große Akquisitionen, sondern organisch vor allem Osteuropa und Asien, durch neue Produkte wie LED- Komponenten und durch Innovationen. In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2005/06 (per Ende April) stieg der Umsatz auf vergleichbarer Basis um 5,4 Prozent auf 840,8 Millionen Euro.

Die Zumtobel-Gruppe betreibt 24 Produktionsstandorte auf vier Kontinenten und Vertriebstöchter in mehr als 70 Staaten. Die Gruppe beschäftigt weltweit 7.100 Mitarbeiter. 1.900 Mitarbeiter davon sind in Österreich beschäftigt, der Großteil davon im Stammhaus Dornbirn. Zumtobel ist im Bereich Beleuchtung Marktführer in Europa, weltweit im Bereich Lichtkomponenten auf Platz vier.

(apa)