Zum ersten Mal im Nationalteam dabei: Trimmel und Drazan überraschte Neulinge

Einberufung: Für Trimmel geht Traum in Erfüllung Constantini hatte langes Gespräch mit Pacult geführt

Zum ersten Mal im Nationalteam dabei: Trimmel und Drazan überraschte Neulinge © Bild: Reuters

Freudig überrascht haben die beiden Rapidler Christopher Trimmel und Christopher Drazan auf ihre Nationalteam-Nominierung reagiert. Vor allem Trimmel hat nach eigenen Angaben überhaupt nicht mit einer Berücksichtigung durch Nationaltrainer Didi Constantini gerechnet.

"Ich bin total überrascht", gab der Hattrick-Torschütze gegen Austria Kärnten zu. Mit der Einberufung sei ein Traum für ihn in Erfüllung gegangen. "Jetzt will ich mich in diesen drei Tagen bei der Nationalmannschaft so gut wie möglich präsentieren", erklärte der 22-Jährige, der vor rund einem Jahr noch beim burgenländischen Landesliga-Club ASK Horitschon engagiert war.

Im Gegensatz zu Trimmel stand Drazan für die A-Auswahl schon auf Abruf parat. Dennoch hatte er offenbar nicht wirklich mit dem Marschbefehl ins Teamcamp nach St. Veit gerechnet. "Ich bin überrascht und freue mich. Aber im Moment zählt für mich nur das Match gegen APOP", betonte der 18-Jährige, der so wie Trimmel erst kurz vor dem Abflug nach Zypern von seiner Einberufung erfahren hatte.

Gespräch Constantini und Pacult
Auch Peter Pacult wusste nach eigenen Angaben bis zur Kaderbekanntgabe nicht, dass seine beiden Youngsters nominiert wurden. Constantini hatte mit dem Rapid-Coach allerdings ein ausführliches Gespräch geführt, in dem sich der Teamchef vor allem über die Jung-Rapidler erkundigt hatte.

Ob die Berücksichtigung von Drazan und insbesondere von Trimmel, der zumeist als Einwechselspieler erst wenige Partien für Rapid absolvierte, seiner Meinung nach gerechtfertigt ist, ließ Pacult offen. "Didi nominiert seinen Kader, so wie ich meinen nominiere. Ich mische mich nicht in Teamchef-Entscheidungen ein."

Neben Trimmel und Drazan muss der Rapid-Trainer mit Stefan Maierhofer, Yasin Pehlivan und Helge Payer drei weitere Kicker abstellen - sinnvolle Trainingsarbeit ist daher in der kommenden Woche nur beschränkt möglich, wie auch Sportdirektor Alfred Hörtnagl eingestand. "Für den Trainer ist es natürlich schwierig, wenn er so viele Spieler zur Verfügung stellen muss, weil diese Spieler voll belastet oder vielleicht sogar verletzt zurückkommen. Auf der anderen Seite ist es aber auch ein Beweis, dass bei Rapid gut gearbeitet wird", meinte der Tiroler.

(apa/red)