Zum 10-jährigen Jubiläum der "Sugababes":
"Change" ist nun ein Album von drei Frauen

Amelle Berrabah als Ersatz für Abgang Mutya Buena Nach Greatest-Hits-Album bereit für einen Neubeginn

Zum 10-jährigen Jubiläum der "Sugababes":
"Change" ist nun ein Album von drei Frauen

Im zehnten Jahr des Bestehens der Sugababes fühlen sich die drei Frauen der britischen Gruppe richtig gut. "Wir haben mehr Spaß als früher", sagte Keisha Buchanan, das einzig verbliebene Gründungsmitglied.

Auf dem am 8. Oktober erschienenen Album "Change" ist erstmals Neuzugang Amelle Berrabah zu hören. "Veränderungen sind wichtig", betonte Buchanan. "Es ist zwar nie leicht, wenn jemand aussteigt. Aber manchmal ergibt sich daraus auch was Gutes."

Ende und Neuanfang
Die verbliebenen Sugababes - neben Keisha die 2001 zur Formation gestoßene Heidi Range - wussten nach dem Abgang von Mutya Buena 2005, dass sie "unbedingt weiter machen wollen". Nach der Single-Sammlung "Overloaded" stürzte man sich sofort in die Arbeit an dem fünften Studiowerk. "Das Greatest-Hits-Album kam zum richtigen Zeitpunkt", meinte Buchanan. "Wir wollten ein Kapitel schließen und ein neues öffnen."

Über den Abschied von Buena sagte ihre ehemalige Bandkollegin: "Wenn man so lange mit jemandem sehr eng zusammenarbeitet, fällt die Trennung natürlich schwer. Man kennt sich ja auch privat bestens. Aber wenn jemand weg will, sollte man ihn nicht aufhalten." Größere Probleme hätten sich daraus nicht ergeben. "Mal ganz ehrlich, zwei Umbesetzungen in zehn Jahren - das ist doch gar nicht so dramatisch."

Nicht mehr Mädls, sondern Frauen
"'Change' sei eine Bestandsaufnahme", sagte Buchanan. "Wir sind reifer geworden, sind keine Mädls mehr, die über Teenagerängste singen, sondern Frauen. Die Individuen stehen heute in den Songs mehr im Vordergrund. Das ist unsere persönlichste und ehrlichste Platte. Wenn man jung ist, kann man Emotionen noch gar nicht richtig in Lieder ausdrücken. Das muss man erst lernen."

Der Druck von außen sei noch nie so groß gewesen wie bei dieser Produktion. Man werde schließlich an den eigenen Hits auf "Overloaded" gemessen. "Wir haben zumindest versucht, möglichst entspannt ins Studio zu gehen", berichtete Buchanan.

Die üblichen Chartverdächtigen
Abfällig formuliert, aber nicht so gemeint, kann man jetzt über "Change" sagen, dass sich - egal, ob Mädchen oder Frauen - der Sound der Sugababes nicht wirklich verändert hat. Das soll jetzt eben nicht als Kritik verstanden werden, denn den Fans wird genau das geliefert, was sie sich wünschen: großartige Popmelodien, die sicher wieder die Charts stürmen werden. Gerade bei "About you now" und "Denial" wird klar, dass sie sich neben Hits auch zu Ohrwürmern entwickeln werden, und das ist schließlich alles, was man von den Sugababes erwartet.

Sugababes "Change", Universal Records

(apa/red)