Zukunftslösung statt Gegenserie: Rettung der Königsklasse Formel 1 scheint geglückt

Automobilhersteller einigen sich mit Boss "Bernie"

Die Spaltung der Formel 1 ist endgültig abgewendet, die Zukunft der Königsklasse des Motorsports bis zum Jahr 2012 gesichert. Mit Renault, McLaren-Mercedes, BMW, Honda und Toyota einigten sich am Sonntag in Barcelona die Automobilhersteller mit Formel-1-Chef Bernie Ecclestone auf eine weitere Zusammenarbeit.

Der Tiroler Gerhard Berger, Mitbesitzer der Scuderia Toro Rosso, war bei der Einigung dabei und zog danach Bilanz: "Es war ein mühsamer Weg, der viel zu lange gedauert hat. Im Grund waren es Machtspielereien und letztendlich hat sich doch wieder Ecclestone durchgesetzt. Die Formel 1 ist eben der Fußball-Platz von Ecclestone und Mosley und man muss nach den Rollen dieser beiden Herren spielen."

BMW-Vorstand Burkhard Götschel, der Vorsitzende der Grand Prix Manufacturers Association (GPMA), meinte: "Auf diesem Resultat können wir aufbauen, nach vorne schauen und aus der Formel 1 ein noch größeres Sportspektakel machen". Götschel nannte die Absichtserklärung der fünf Hersteller eine "umfassende Lösung für die Zukunft des Sports".

Die Konzerne wollten ursprünglich nach Ablauf des so genannten Concorde Agreements vom Jahr 2008 an eine Konkurrenzserie etablieren. In Barcelona kam dann die nicht mehr überraschende Einigung in dem jahrelangen Streit, der sich vor allem an den Themen Geld und Mitspracherecht entzündet hatte.

Mit der von den fünf Teams unterzeichneten Absichtserklärung soll in den nächsten Monaten das neue Concorde Agreement verfasst werden. Ursprünglich hatte auch Ferrari zu den ausstiegswilligen Teams gehört, sich dann aber auf die Seite Ecclestones geschlagen. Zuletzt liebäugelte auch Renault mit einem Ausstieg aus der GMPA und sogar aus der Formel 1.

Die Franzosen gingen am Sonntag noch einen Schritt weiter und unterzeichneten als erstes der fünf GPMA-Mitglieder den Formel-1-Vertrag. Ferrari, Red Bull Racing, das Williams-Teams, MF1 Racing, Super Aguri sowie Toro Rosso hatten sich bereits für die Zeit zwischen 2008 und 2012 an Ecclestone gebunden.

(apa)