Zugunglück auf Brennerbahn: Zwei Tote
bei Güterzug-Zusammenstoß im Trentino

Bei Opfern handelt es sich um die beiden Lokführer Bahnlinie Verona-Brenner wurde komplett gesperrt

Beim Zusammenstoß von zwei Güterzügen sind in der Provinz Trient die beiden Lokführer ums Leben gekommen. Einer der Zugführer habe ein Haltesignal übersehen und sei auf einen stehenden Zug aufgefahren, berichtete die Polizei. Zeugen berichteten von einem gewaltigen Zusammenstoß. Teile der beiden Garnituren wurden weit verstreut gefunden.

Auch die italienischen Staatsbahnen gingen von menschlichem Versagen aus: Einer der beiden Lokführer soll ein Haltesignal ignoriert haben. Eine vom italienischen Verkehrsministerium beauftragte Untersuchungskommission und die Staatsanwaltschaft von Trient sollen die Ursachen des Unglücks klären.

Die Bahnstrecke über den Brenner wurde gesperrt, Verbindungen etwa von Venedig und Mailand nach München wurden umgeleitet. Für Pendler zwischen Verona und Trient beziehungsweise Bozen verkehrten Busse. Am Bahnhof Bozen kam es zu Schwierigkeiten. Die Züge Venedig-München und Mailand-München wurden über Tarvis umgeleitet.

Eine der beiden Garnituren hatte chemische Stoffe geladen, die beim Zusammenprall ausgelaufen sind. Die Rettungsmannschaften schlossen jedoch Vergiftungsgefahr aus.

Durch den Unfall wurden 200 Meter Schienen und elektrische Verbindungen zerstört. Die italienischen Bahnen schlossen nicht aus, dass die Linie einige Tage gesperrt bleiben muss. (apa/red)