Fakten von

Zürcher Gericht
verurteilte "Pink Panther"

14 Jahre Haft für Überfälle auf neun Juweliere in Österreich, der Schweiz und Deutschland

Weil er sich an neun bewaffneten Raubüberfällen auf Juweliere beteiligt hat, muss ein 37-jähriger Mann für 14 Jahre ins Gefängnis. Das Bezirksgericht Zürich hat ihn am Mittwoch im Sinne der Anklage schuldig gesprochen. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig. Zwei der neun Coups soll der Mann in Österreich verübt haben.

Mit seinem Urteil folgte das Bezirksgericht weitgehend den Anträgen des Staatsanwaltschaft II, die spezialisiert ist auf Betäubungsmitteldelikte und Organisierte Kriminalität. Der Staatsanwalt hatte eine Freiheitsstrafe von 16 Jahren gefordert. Der Verteidiger des vollumfänglich geständigen Beschuldigten hatte auf zehn Jahre Freiheitsentzug plädiert. Der Mann aus Serbien gehörte zu den "Pink Panther". Die international tätige Bande aus dem Balkan wird der Organisierten Kriminalität zugerechnet.

Seit vielen Jahren verüben jeweils unterschiedlich zusammengesetzte kleine Gruppen ihrer Mitglieder Raubüberfälle auf Juweliergeschäfte in aller Welt. Um neun davon, verübt zwischen 2008 und 2016, ging es vor dem Bezirksgericht Zürich. Der Beschuldigte gestand, an diesen beteiligt gewesen zu sein. Fünf bewaffnete Überfälle wurden in der Schweiz verübt, je zwei in Deutschland und Österreich, welche die jeweiligen Strafverfahren an die Schweiz abgetreten haben.

Die Täter erbeuteten Luxusuhren und Schmuck im Gesamtwert von rund 20 Millionen Franken (17,50 Mio. Euro). Allein bei drei Überfällen auf Juweliere in Zürich waren es rund 16 Millionen. Die beiden andern Überfälle in der Schweiz erfolgten in Montreux und Lausanne.

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