Zündler am Pulverfass: Iran nimmt Gefangene

Ernste Lage: Die iranischen Führer drohen dem Westen, ,den Feind mit all unseren Mitteln anzugreifen‘.

Zündler am Pulverfass: Iran nimmt Gefangene

Den fünfzehn britischen Soldaten droht Anklage wegen Spionage. Die iranische Führung pokert dabei mit höchstem Einsatz: dem offenen Krieg mit den USA.

Die 26-jährige Matrosin Faye Turney steuerte am vergangenen Freitag ihr Boot mit 14 Mann Besatzung durch den iranisch-irakischen Grenzfluss, den Shatt al-Arab, geradewegs in die Falle. Selbst die besten Kartenzeichner können hier, im politischen und echten Sumpf jahrelanger Grenzstreitigkeiten, keine eindeutigen Linien festmachen: Wo beginnt der Iran, und wo hört der Irak auf? Mit dieser Frage gelang es in den 1980er-Jahren schon Saddam Hussein, einen Krieg vom Zaun zu brechen. Auch jetzt scheint der Shatt al-Arab wieder für einen Casus Belli herhalten zu müssen. Um 10.30 Uhr hatten die britischen Soldaten gerade die Inspektion eines Frachtschiffs – auf Basis eines UN-Mandats – abgeschlossen, als sie am Wasser von der iranischen Eliteeinheit, den Revolutionsgarden, umzingelt und dann mit vorgehaltenen Gewehren abgeführt wurden.

Ob sie tatsächlich iranische Hoheitsgewässer verletzt haben, bleibt ungewiss. „Sicher nicht“, heißt es in London. „Sicher“, heißt es in Teheran. „Geiselnahme“ nennt das Vorgehen der Westen. Eine „Untersuchung“ der Iran. Einigkeit gibt es nur in einem Punkt: Tag und Methode waren kein Zufall. Die Kontrollen im Shatt al-Arab durch die britische Armee, von ihren Stützpunkten im Südirak aus, sind seit langem an der Tagesordnung. Die Unstimmigkeiten angesichts der dortigen Grenzziehung ebenso.

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