Zu Tode geprügelt: Junger Italiener erliegt
seinen Verletzungen nach Skinhead-Attacke

29-Jähriger wurde im Zentrum Veronas angegriffen Drei der fünf Verdächtigen von Polizei geschnappt

Die italienische Polizei hat zwei Jugendliche im Rahmen der Untersuchung über den Anschlag auf einen 29-jährigen Mann in Verona festgenommen, der von einer fünfköpfigen Schlägergruppe angegriffen und tödlich verletzt worden war. Die beiden Jugendliche im Alter von 19 und 20 Jahren wurden nach einer dreitägigen Flucht auf dem Flughafen der lombardischen Stadt Orio al Serio festgenommen. Nach dem Angriff in Verona waren die beiden nach Österreich geflüchtet, berichtete die Polizei.

An Bord eines Autos hatten die beiden Innsbruck erreicht und waren nach München weitergefahren. Hier hatten sie einen Flug nach London genommen. Die Polizei, die auf ihrer Spur war, überzeugte sie zur Rückkehr nach Italien. In Orio al Serio wurden sie festgenommen.

"Front der Skinheads in Verona"
Alle fünf Mitglieder des Schlägerkommandos wurden festgenommen. Zuvor waren bereits drei der fünf Verdächtigen verhaftet worden. Einer der Verdächtigen soll der ultrarechten "Front der Skinheads in Verona" angehören. Rechtsextremisten hatten schon in den vergangenen Monaten in Verona Ausländer und Fußballfans von Clubs, die gegen den Lokalverein Hellas Verona spielten, verprügelt.

Nicola Tommasoli war angegriffen worden, als er mit zwei Freunden im Zentrum Veronas unterwegs war. Den beiden Zeugen zufolge attackierten die Skinheads den Mann mit Faustschlägen und Tritten, weil er ihnen keine Zigarette geben wollte. Das Opfer lag auf der Intensivstation, wo die Ärzte vergeblich um sein Leben kämpften. Er erlag aber letztendlich seinen Verletzungen. Die Eltern des Verstorbenen stimmten einer Organentnahme für Transplantationen zu. (apa/red)