Zsak blickt mit Wehmut zur U21-EM:
Verpasste mit ÖFB-Team Teilnahme knapp

Damaliger Teamchef: "Tut immer noch weh" Kann erhobene Vorwürfe nicht nachvollziehen

Zsak blickt mit Wehmut zur U21-EM:
Verpasste mit ÖFB-Team Teilnahme knapp © Bild: APA/Jäger

Manfred Zsak wird die Fußball-U21-EM in Schweden mit Wehmut mitverfolgen. Der Niederösterreicher schrammte im vergangenen Oktober mit der ÖFB-U21-Auswahl nur hauchdünn an der Turnierteilnahme vorbei, im entscheidenden Play-off verlor man das Elferschießen in Turku gegen Finnland mit 2:4 - der Traum vom ersten EM-Start einer österreichischen Mannschaft in der wichtigsten Nachwuchs-Altersklasse war geplatzt.

"Es tut noch immer sehr weh, weil das Ausscheiden unnötig war", erklärte der nunmehrige Assistent von A-Teamchef Didi Constantini, der im Zusammenhang mit den beiden Partien gegen Finnland auf Ex-Nationaltrainer Karel Brückner nicht gut zu sprechen ist. "Wenn mir der Teamchef ein oder zwei Spieler, die einen Tag später beim A-Team gegen Serbien Ersatz waren oder auf der Tribüne gesessen sind, gegeben hätte, hätten wir es sicher geschafft."

Diesbezügliche Gespräche mit dem Tschechen habe es aber erst gar nicht gegeben, "weil es nicht möglich war. Es war ihm einfach egal." Beim 1:3 des A-Teams in Wien gegen Serbien, einen Tag nach der Niederlage in Finnland, standen die damals noch spielberechtigten Christian Fuchs, Sebastian Prödl und Erwin Hoffer in der Startformation. Ronald Gercaliu und Marko Arnautovic wurden eingewechselt, Martin Harnik hatte sich schon zuvor gegen die Färöer verletzt.

Niederlage vom Elfer-Punkt
Neben den A-Teamspielern fehlten in Turku auch die gesperrten Franz Schiemer und Rubin Okotie sowie die damals nicht fitten Zlatko Junuzovic und Peter Hackmair. Dennoch gingen die ÖFB-Jungkicker nach dem 2:1 aus dem Paschinger Hinspiel in Turku mit 1:0 in Führung, kassierten aber in der 90. Minute noch das 1:2 und mussten sich schließlich vom Elferpunkt geschlagen geben.

Zsak handelte sich nach dem Out Kritik ein - mit seinen Auswechslungen und taktischen Umstellungen habe er das Scheitern mitzuverantworten, hieß es auch von Stimmen innerhalb des ÖFB. Er selbst sei mit diesen Wortmeldungen aber nie persönlich konfrontiert worden. "Mit mir hat es darüber im ÖFB keine Diskussion gegeben", beteuerte der Ex-Internationale, der sich keiner Schuld bewusst ist. "Ich würde alles wieder so machen. Die erste Partie haben wir klar beherrscht, aber leider nur 2:1 und nicht 4:0 gewonnen. Und ich weiß nicht, ob einer, der sich ein bisschen im Fußball auskennt und zehn Minuten vor Schluss noch im Bewerb ist, zwei Stürmer eintauscht."

(ap/red)