Zone um Fukushima bleibt unbewohnbar:
Pläne zu neuer Stadt für 100.000 Einwohner

Deutsche Gartenstädte als Vorbild für den Neubau Aufräumarbeiten gehen trotz neuer Erdstöße weiter

Zone um Fukushima bleibt unbewohnbar:
Pläne zu neuer Stadt für 100.000 Einwohner © Bild: Reuters

Die Evakuierungszone rund um den Unglücksreaktor Fukushima könnte aus Sicht des japanischen Ministerpräsidenten Naoto Kan für die nächsten 20 Jahre unbewohnbar bleiben. Kenichi Matsumoto, Sonderberater der Regierung, habe Kan daraufhin vorgeschlagen, eine umweltfreundliche Stadt für bis zu 100.000 Evakuierte im Inland der Präfektur Fukushima im Nordosten Japans zu bauen.

Als Vorbild für den Neubau sollen die deutschen Gartenstädte dienen, sagte Matsumoto. Gartenstädte wurden in Deutschland erstmals Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet. Ziel war es, die Lebensbedingungen der Menschen durch weiträumige und niedrige Bauweisen zu verbessern sowie Mieterhöhungen zu vermeiden.

Aufräumarbeiten um jeden Preis
Unterdessen gehen die Aufräumarbeiten in der Unglücksregion trotz erneuter Erdstöße weiter. Mitarbeiter des Energiekonzerns Tepco pumpen seit Dienstagabend erneut radioaktiv verstrahltes Wasser ab, welches sich in einem Tunnelschacht des Reaktors 2 angesammelt hat. Mit Hilfe von Behelfspumpen leiten sie hochgradig verseuchtes Wasser, in einen Auffangbehälter des Turbinengebäudes, so die Nachrichtenagentur Jiji Press.

Die Brühe behindert die Bemühungen zur Kühlung der Reaktoren. Tepco plant, insgesamt rund 60 Millionen Liter Wasser aus den Kellern der Reaktoren 1 bis 3 zu entfernen, berichtete Kyodo. Dies entspricht etwa dem Inhalt von 24 Olympia-Schwimmbecken mit zwei Metern Tiefe.

Flughafen Sendai nimmt Betrieb auf
Ungeachtet des Nachbebens hat der Flughafen Sendai am Mittwoch wieder seinen Betrieb aufgenommen. Die erste Maschine landete laut Kyodo bereits aus Tokio. Der rund 100 Kilometer von der Atomruine Fukushima entfernte Flughafen war vor gut einem Monat von dem Jahrhundert-Tsunami überschwemmt worden.

Bis zum 20. April sind zunächst täglich sechs Inlandsflüge aus Tokio und Osaka vorgesehen. Vor der Naturkatastrophe nutzten jährlich rund drei Millionen Passagiere den Flughafen. Seine Wiedereröffnung macht es für Helfer aus dem Großraum Tokio und dem Westen einfacher, in die Unglücksregion zu gelangen.

Am Mittwoch hatten wieder Erdstöße der Stärke 5,8 das Land erschüttert. Berichte über Schäden oder Verletzte lagen nicht vor. Auch eine neue Tsunami-Warnung gab es nicht. (apa/red)

Kommentare

Unglaublich! Hier wird getan, als sei nichts geschehen. Die Evakuierungszone rund um Fukushima könnte die nächsten 20 Jahre (hahahahahahahahahahahaha) unbewohnbar bleiben (was strahlt denn in diesem Fall? Die Socken des Portiers?). Der wahre Wahnsinn wird sich im Bereich der JahrZEHNtausende abspielen. Aber da sind wir ja eh alle tot, also, wen kümmerts? Die Frage ist nur, wie GROSS die unbewohnbare Zone rund um Fukushima sein wird. 510 065 284, 702qkm? (Gesamtgröße der Erde) Was hier wieder gelogen wird, ist unvorstellbar.
YOU TUBE anwerfen und \'Kernschmelze unter freiem Himmel\' ansehen. DANN fürchten.

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