Zlatan Ibrahimovic wird zu Inters Messias:
Stürmer sichert Mailändern 16. "Scudetto"

Zwei Schwedenbomben entscheiden Titel-Endspurt Lokalrivale AC Mailand verpasst Champions League

Zlatan Ibrahimovic wird zu Inters Messias:
Stürmer sichert Mailändern 16. "Scudetto"

Zlatan Ibrahimovic hat Inter Mailand den 16. "Scudetto" der Clubgeschichte gesichert. Der schwedische Torjäger traf für die "Nerazzurri" beim entscheidenden 2:0-Auswärtserfolg in Parma in der zweiten Spielhälfte im Doppelpack (62., 79.). Für Inter war es bereits der dritte Meistertitel in Serie, der AS Roma bleibt trotz einer fulminanten Aufholjagd wie in den vergangenen drei Jahren nur der zweite Rang.

Die Römer kamen in der 38. Runde in Catania nicht über ein 1:1 hinaus. Nach einer Stunde durfte die Roma nach einem Treffer von Mirko Vucinic (8.) auf den Titel hoffen, ehe der nach einer langwierigen Knieverletzung erst vor Kurzem fit gewordene und in der 51. Minute eingewechselte Ibrahimovic im Parallelspiel zuschlug. Im Finish fing sich der Vizemeister, der die Meisterschaft drei Zähler hinter Inter beendete, noch den Ausgleich durch Jorge Martinez (85.) ein.

Freudentaumel in Parma
Nach Abpfiff in Parma versanken die Interisti im Freudentaumel. Als sich Spieler nach Spielende auf dem Rasen in die Arme fielen und Ibrahimovic hochleben ließen, brach vor dem Stadion Tardini Jubel aus. Tausende Inter-Fans waren mitgereist, um ihre Helden nach der Krönung direkt vor dem Stadion zu feiern. Trotz des Stadionverbots hatten es sogar rund 1.000 Anhänger auf die Ränge geschafft. Dort blieb es anders als vor dem Spiel, wo bei Ausschreitungen sechs Menschen verletzt wurden, friedlich.

Auch in Mailand brandete sofort nach Abpfiff Jubel auf. In Autokorsos fuhren die Fans durch die Straßen, um sich später auf der mit wehenden Inter-Fahnen übersäten Piazza Duomo im Zentrum zu treffen.

Für Inter ist es der erste Titel ohne Zwischengeräusche. Vor zwei Jahren hatte das Team um Trainer Roberto Mancini das Championat im Zuge des Liga-Manipulationsskandals von Juventus Turin auf dem Grünen Tisch geerbt, im Vorjahr behaupteten Kritiker, Inter sei nur Meister geworden, weil Juve in die zweite Liga verbannt worden war und Milan mit Strafpunkten hatten starten müssen. In dieser Saison aber hatte die Konkurrenz keine Ausflüchte: Inter rettete sich trotz des Durchhängers in den vergangenen Wochen als verdienter Meister ins Ziel.

Milan im "Cup der Verlierer"
Hinter dem Spitzenduo buchte Rekordmeister Juventus mit Torschützenkönig Alessandro Del Piero (21 Tore) genauso einen Startplatz in der Champions-League-Quali wie Fiorentina. Dem Club aus Florenz reichte ein Tor von Daniel Osvaldo (77.), um den Zwei-Punkte-Vorsprung auf den AC Milan zu halten. Die Mailänder müssen sich trotz eines 4:1 gegen Udinese mit dem UEFA-Cup begnügen. Empoli, Parma und Livorno steigen ab.

Ohne Spielminuten blieb in der letzten Runde ÖFB-Teamtorhüter Alexander Manninger, der beim 2:2 von Siena gegen Palermo nicht mehr zum Einsatz kam. Der Club aus der Toskana beendete die Saison auf dem 13. Rang. György Garics wurde bei der 1:2-Niederlage von Napoli gegen Lazio Rom beim Stand von 0:1 in der 61. Minute eingewechselt. Das erste Jahr nach dem Aufstieg beendeten die Süditaliener damit auf dem achten Rang. (apa/red)

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