Fakten von

Könnte man so das
Zika-Virus besiegen?

Verbreitung könnte durch gentechnische Manipulation der Mücken gestoppt werden

Plakat warnt vor dem Zika-Virus © Bild: Reuters/Jorge Cabrera

Der Zika-Virus versetzt die Welt in Angst und Schrecken. Mittlerweile sind 33 Länder betroffen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat bereits den weltweiten Gesundheitsnotstand ausgerufen. Ein gentechnisches Verfahren gibt nun Hoffnung auf einen raschen Siegeszug gegen das gefürchtete Virus.

THEMEN:

Ein Impfstoff gegen den Zika-Erreger ist derzeit noch in weiter Ferne. Einen solchen zu entwickeln könnte Jahre dauern. Daher muss eine andere Lösung her. Eine schnellere. Und die sehen US-Forscher in der genetischen Manipulation der Mücken, die als Krankheitsüberträger gelten. Die Methode nennt sich "Gene Drive" und basiert - salopp formuliert - auf dem Prinzip, dass sich die Tiere selbst ausrotten, wie "wired.de" berichtet.

Mücken können sich nicht fortpflanzen

Und so soll es funktionieren: Im Labor werden männliche Mücken mit einem künstlichen Gen ausgestattet. Dieses hindert sie daran, das fortpflanzungsfähige Alter zu erreichen. Dann werden die genetisch modifizierten männlichen Mücken freigelassen. Wenn sie sich in der freien Natur schließlich mit den Weibchen paaren, bringen eine neue Generation zu Welt - nämlich eine solche, die stirbt, noch bevor sie geschlechtsreif wird.

Mücken bilden Antikörper gegen Erreger

Eine andere Möglichkeit wäre die, den genetischen Code der Mücken so umzuschreiben, dass der Erreger sie nicht mehr als Wirt nutzen kann. Ein entsprechender Versuch ist dem Molekularbiologen Anthony James an der University of California bereits im Jahr 2012 geglückt: Er manipulierte die Mücken so, dass sie Antikörper gegen den Malaria-Erreger entwickelten, den sie in sich trugen. Die Technologie, die hier zum Einsatz kommt, heißt CRISPR (Clustered Regularly Interspaced Short Palindromic Repeats).

Fluch oder Segen?

Der Ansatz scheint vielversprechend. Theoretisch könnte die Technologie schon in einigen Monaten zum Einsatz kommen. Befürworter preisen die Methode als eine für die Natur nebenwirkungsfreie an. Anders als bei Insektiziden. Letztlich könnte man so eine ganze Spezies ausrotten. Welche langfristigen ökologischen Folgen der Einsatz dieser Gentechnologie nach sich zieht - diese Frage bleibt allerdings unbeantwortet.

Kommentare

Roy2010
Roy2010 melden

Wenn können jetzt "genetisch modifizierten männlichen Mücken" künstliche Gen ausgestatteten zeugen, dann könnte vorher, Mücken mit Zika Virus infizieren auch. Der Fall wie Ebola in Afrika.

strizzi1949
strizzi1949 melden

Hä? Könnte mir einmal jemand diesen Satz eindeutschen?

Roy2010
Roy2010 melden

Flüssiges Gehirn, bedeutet Durchfall im Kopf.

Roy2010
Roy2010 melden

Strizzi ist ein Ausdruck aus dem Wienerisch und steht für einen Zuhälter= gewerbsmäßige Förderung der Prostitution

Roy2010
Roy2010 melden

Nach 66 Jahre fang der Scheiße stinken an.

derPflegeleichte melden

hallo ROY2010;
bitte eine verständliche Übersetzung mitliefern !!! Danke

Seite 1 von 1