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Zika-Virus: Impfstoff soll
noch heuer vorliegen

Wann das Mittel dann aber auch einsatzbereit ist, lässt sich noch nicht sagen

Infiziertes Blut © Bild: REUTERS/Paulo Whitaker

Nach Einschätzung eines US-Experten wird noch heuer ein Impfstoff gegen das Zika-Virus getestet. "Wir werden zum Ende des Sommers einen Impfstoff-Kandidaten haben und der wird noch in diesem Jahr bereit für erste Tests sein", sagte der Direktor des Nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten (NIAID), Anthony Fauci, am Freitag bei der Wissenschaftskonferenz AAAS in Washington.

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"Aber wann und ob dieser Impfstoff dann als sicher erklärt werden kann, das können wir natürlich nicht sagen." In der Pharmaindustrie gebe es außergewöhnlich großes Interesse, sagte Fauci. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte zuvor Hoffnungen auf eine rasche Verfügbarkeit von Impfstoffen gegen das Zika-Virus gedämpft. Experten hätten das Virus im Vorfeld unterschätzt, gestand WHO-Strategiechef Christopher Dye ein. "Wir hatten eine Liste mit acht potenziellen Virus-Gefahren, und Zika stand nicht darauf."

Zika ist bereits in über 30 Ländern aufgetaucht, am stärksten ist Brasilien betroffen. Da bisher eindeutige, schnelle Diagnoseverfahren fehlen, gehen Schätzungen der Zika-Infektionen in dem am stärksten betroffenen Land weit auseinander - von 500 000 bis 1,5 Millionen sprechen die Behörden. Das Virus steht im Verdacht, bei Infektionen von Schwangeren Schädelfehlbildungen bei ihren Babys zu verursachen. Bisher gibt es 17 Fälle, in denen bei den Schwangeren das Virus nachgewiesen werden konnte. Bewiesen ist der Zusammenhang aber nicht.

Über 200.000 Soldaten im Einsatz

Zur Bekämpfung der Moskitoart Aedes aegypti, die das mysteriöse Zika-Virus überträgt, setzt die brasilianische Regierung am Samstag rund 220.000 Soldaten im ganzen Land ein. Die Soldaten und Tausende Mitarbeiter der Gesundheitsbehörden sollen mit Flugblättern informieren und bis zu drei Millionen Häuser besuchen. Sie sollen den Bürgern erklären, dass selbst kleine Pfützen und Wasserrückstände vermieden werden müssen, da die Gelbfiebermücken hier ihre Eier ablegen und sich so vermehren. Gerade in den Favelas gibt es mangels moderner Kanal- und Abwassersysteme viele Brutstellen.

Das Motto lautet: "Zero Zika" ("Null Zika"). Aber bis dahin wird es noch ein sehr weiter Weg sein - die Moskitoart hat sich dramatisch vermehrt und soll auf rund 80 Prozent der Landesfläche aktiv sein. Sie überträgt auch das Dengue- und das Chikungunya-Virus. "Der Kampf gegen die Moskitos ist derzeit das einzige Mittel, um diese drei Virus-Arten zu bekämpfen", betonte der nationale Sekretär für Schutz und Zivilverteidigung, Adriano Pereira Júnior.

Nordosten am stärksten betroffen

Am stärksten betroffen ist der arme Nordosten - die Hauptstadt des Bundesstaats Pernambuco, Recife, gilt als ein Ausgangspunkt, in Pernambuco gibt es bisher die meisten Mikrozephalie-Fälle. Bei dem Anti-Zika-Aktionstag sollen allein im Bundesstaat Rio de Janeiro 71.000 Soldaten zum Einsatz kommen - dies gilt auch als Signal nach außen: Mit aller Macht soll versucht werden, ein Risiko für die Olympischen Spiele abzuwenden, die im August in Rio stattfinden.

Staatspräsidentin Dilma Rousseff vergleicht den Kampf gegen die Gelbfiebermücke mit einem "Krieg". Sie wollte am Samstag nach Rio reisen und zwei Häuser besuchen, um die Bürger auf den Moskitokampf einzuschwören.

Wegen der Zika-Ausbreitung hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Anfang Februar den globalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Das Zika-Virus ist nach Ansicht der WHOmit hoher Wahrscheinlichkeit für Missbildungen bei Föten und Nervenerkrankungen verantwortlich. "Der Zusammenhang zwischen Zika und Guillain-Barre ist sehr wahrscheinlich", sagte WHO-Expertin Marie-Paule Kieny am Freitag in Genf.

Kommentare

und wieder wurde ein verdienstfeld für die pharmamafia kreiert. und wer sagt uns, dass es die mücken sind? wahrscheinlich sind es schädligsbekämpfungsmittel oder ähnliche von den firmen erzeugte hilfsmittel, damit man dann die pharmaindustrie "beliefern" kann.

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