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Zika: Brasilianische Forscher
entdecken Virus in Babygehirnen

Weiterer Hinweis auf Zusammenhang mit deutlich zu kleinem Kopf

Fakten - Zika: Brasilianische Forscher
entdecken Virus in Babygehirnen © Bild: REUTERS/Ueslei Marcelino

Brasilianische Forscher haben das Zika-Virus in Gehirnen von Neugeborenen lokalisiert und damit ein weiteres Element zum Zusammenhang zwischen dem Erreger und einer gefährlichen Fehlbildung des Kopfes erbracht.

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Die Ärztin Lucia Noronha von der Brasilianischen Gesellschaft für Pathologie sagte der Nachrichtenagentur AFP, das Virus sei im Hirngewebe nachgewiesen worden. Es sei aber noch nicht klar, wie der Erreger wirke.

Zika-Virus verursacht Schäden im Gehirn

Das Zika-Virus verursache Schäden im Gehirn, und das bestätige die Annahme eines Zusammenhangs zur Mikrozephalie, bei der der Kopf eine vergleichsweise geringe Größe aufweist. Noronha sagte, ihr Team an der Universität PUC Parana habe Gewebeproben von der Stiftung Oswaldo Cruz erhalten. Es seien dieselben Proben, die Wissenschafter der US-Gesundheitsbehörde CDC bekommen hätten. Diese kamen laut Noronha "zum selben Ergebnis: die Präsenz von Zika im Fötushirn".

© REUTERS/Nacho Doce

1,5 Millionen Zika-Fälle in Brasilien

Brasilien ist mit geschätzten 1,5 Millionen Fällen das von der Zika-Epidemie am stärksten betroffene Land. Das von der Gelbfiebermücke (Aedes aegypti) übertragene Virus grassiert derzeit in Süd- und Mittelamerika. Nach Angaben der brasilianischen Behörden sind seit Oktober mehr als 4.000 Babys mit Verdacht auf Mikrozephalie auf die Welt gekommen, 462 Fälle sind bisher bestätigt.

Der Kopf dieser Kinder ist deutlich zu klein und die Gefahr groß, dass sie geistig behindert sind oder unter neurologischen Schäden leiden werden.

Bisher drei Zika-Fälle in Österreich

Die Zahl der nach Europa eingeschleppten Zika-Virus-Fälle steigt. Mit dem Fernreiseverkehr sind derzeit immer wieder Fälle zu erwarten. "In Österreich hatten wir bisher drei. Die Diagnosen wurden bereits im Jänner gestellt", sagte der Wiener Virologe Stephan Aberle gegenüber der APA. In Deutschland wurden bis Montag 20 Erkrankungen registriert. Einen ersten Fall gibt es auch in Russland.

Die erste Infektion mit dem Virus in Österreich war nach der Heimkehr einer Reisenden aus Brasilien festgestellt worden. "Die zwei anderen Fälle stammen aus Kolumbien. Es handelte sich in allen drei Fällen um einen umkomplizierten Krankheitsverlauf bei Nicht-Schwangeren mit einem Ausschlag und Gelenksbeschwerden", sagte Aberle vom Department für Virologie der MedUni Wien. Krank geworden seien die Betroffenen schon auf der Reise, nur die Diagnostik sei eben in Österreich erfolgt. Rund 80 Prozent der Zika-Virus-Infektionen verlaufen überhaupt ohne Symptome, die meisten übrigen mit vorübergehenden grippeähnlichen Beschwerden.

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