Zeit der billigen Lebensmittel ist vorbei: Weltbank warnt vor langfristigem Phänomen

Hedgefonds vermeintlich Schuld an Entwicklung Nicht nur Gefahr für Erholung der globalen Konjunktur

Zeit der billigen Lebensmittel ist vorbei: Weltbank warnt vor langfristigem Phänomen © Bild: dpa/ Breloer

Die Zeiten billiger Lebensmittel gehören nach Einschätzung der Weltbank der Vergangenheit an. "Wir werden keine billigen Nahrungsmittelpreise mehr sehen, denn wir haben es mit einem langfristigen Phänomen zu tun", sagte Weltbank-Direktorin Ngozi Onkonjo-Iweala im Rahmen des Weltwirtschaftsforums in Davos.

Die Preise für Lebensmittel steigen weltweit an. Von dieser Entwicklung geht laut Weltbank auch eine Gefahr für die Erholung der globalen Konjunktur und der sozialen Stabilität. Um einen noch stärkeren Anstieg zu vermeiden, empfiehlt sie höhere Investitionen in Afrika. "Denn mehr als 50 Prozent der anbaufähigen Flächen befinden sich in Afrika."

Eine starke Regulierung der Rohstoffmärkte hält die Weltbank dagegen für den falschen Weg. "Wir brauchen eine gewisse Regulierung, aber keine harte Hand", sagte Onkonjo-Iweala zu Reuters. "Wir müssen die Rohstoffmärkte in Schlüsselregionen wie Afrika weiterentwickeln, um den Landwirten die Planung zu ermöglichen." Einige Experten machen Hedgefonds und andere Investoren für die Preisexplosion mitverantwortlich.

(apa/red)

Kommentare

Vielleicht führt das zu einem umdenken? Bei einem Auto, 3D Fernseher, Handy usw. spielt der Preis nur eine untergeordnete Rolle.
Lediglich bei den Lebensmitteln, welche für unsere Gesundheit maßgeblich verantwortlich sind, wird der billigste Schmarrren gekauft!

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