Zeckenschutz von

Da hilft nur Gift!

Zeckenschutz - Da hilft nur Gift! © Bild: News/Ian Ehm

Zecken lauern im Gras, auf Büschen und in Bäumen. Obwohl sie nur drei bis fünf Millimeter klein sind, kann ihr Biss in manchen Fällen für Hunde sogar tödlich sein.

Zecken übertragen Babesiose, die man auch "Hundemalaria" nennt. Besonders im Osten Österreichs tritt diese Krankheit immer häufiger auf. Fieber, Mattigkeit, Fressunlust und dunkel gefärbter Urin sind Symptome, an denen man erkennen kann, dass ein Tier betroffen ist. Die Inkubationszeit beträgt zwischen fünf und zehn Tage. Die Gefahr, dass Menschen und andere Tiere, die im Haushalt leben, angesteckt werden, besteht nicht. Denn die Übertragung dieser Krankheit geschieht ausschließlich über die Blutbahn.

Auch Katzen, Kaninchen und Igel sind potenzielle Opfer der Spinnentiere. Während die stacheligen Gartenbewohner ihrem Schicksal überlassen bleiben, kann und muss man Haustiere schützen. Die Tiermedizin hat in den vergangenen Jahren wirksame Präparate gegen Zecken entwickelt. Welches Mittel Sie verabreichen, sollte unbedingt der Tierarzt, der das Haustier kennt, entscheiden.

Wohnen in einem Haushalt Hunde und Katzen, sollte man unbedingt darauf achten, dass jedem Tier nur das vom Tierarzt verordnete Mittel verabreicht wird. Denn "was den Hund schützt, ist hochgiftig für die Katze und umgekehrt", erklärt Michael Leschnik von der Veterinärmedizinischen Universität in Wien. Effi zient sind Spot-on-Präparate, das sind Mittel, die man direkt auf die Haut appliziert. Entscheidet man sich für dieses Präparat, sollten Kleinkinder und andere Haustiere 24 Stunden lang, bis das Mittel absorbiert wurde, mit dem behandelten Tier nicht in Kontakt kommen. "Wenn das Mittel wirken soll, muss es giftig sein", erklärt Leschnik.

Viele halten es für unkomplizierter, dem Hund eine Pille gegen Zecken zu verabreichen. Davor aber sollte man sich unbedingt über mögliche Nebenwirkungen informieren. Wichtig ist, das Mittel regelmäßig anzuwenden. Zeckenhalsbänder mögen für Hunde gut sein, Katzenhalter aber sollten die Verletzungsgefahr beachten.

Nach jedem Gang ins Freie sollten Hund und Katze nach Zecken abgesucht werden. Hat sich ein Parasit in der Haut festgesaugt, ist dieser mittels Zeckenzange trocken zu entfernen, keinesfalls mit Öl. Das erstickt die Zecke, davor aber sondert sie ihr Gift ab.

Und das sollte in jedem Fall verhindert werden.

Information: www.vetmeduni.ac.at

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