ZDF zum "Wetten, dass..?"-Skandal:
"Schummelvorwürfe so alt wie Sendung"

'Zuschauer haben nichts Anstößiges daran gefunden' Bei diesen Wetten wurde schon einmal betrogen

Was für ein Skandal! Bei der letzten regulären "Wetten, dass..?"-Sendung mit Thomas Gottschalk gab es wieder einmal Schummelvorwürfe. Der TV-Moderator selbst soll "nix gemerkt oder gehört" haben. Doch wenn man sich das Video genauer ansieht merkt man: Es wurde eindeutig eingesagt. NEWS.at hat beim ZDF nachgefragt, was sie davon halten.

"Ich kann nur sagen, die beiden sind von den Zuschauern zu den Wettkönigen gekürt worden, und wir werden das nicht revidieren. Denn die Zuschauer haben nichts Anstößiges daran gefunden, und wir auch nicht", so der ZDF-Pressesprecher Peter Gruhne im Interview mit NEWS.at zu den Vorwürfen, es sei geschummelt worden.

Außerdem meint er dazu: "Schummelvorwürfe sind im Übrigen so alt wie die Sendung selbst". Denn bereits ein paar Mal gab es solche Beschuldigungen: Im 2008 sorgte die Buntstift-Wette von Alfred Weber aus Österreich für mächtigen Wirbel. Schon 1988 hat Titanic-Redakteur Bernd Fritz einen ähnlichen Buntstift-Betrug durchgezogen. Er gab danach zu, unter der Brille durchgeschaut zu haben und die Stifte nicht am Geschmack erkannt zu haben.

Auch bei einem Bagger-Stunt im Jahr 2009 soll es nicht mit rechten Dingen zugegangen sein. Kandidat Stefan Averkamp hat angeblich ein 22,5 Tonnen schweres Gerät so händeln können, dass er mit einer Fackel auf dem Hinterteil der Maschine ein Feuerwerk entzünden konnte. Offensichtlich wurde dabei etwas manipuliert. "Ja, es stimmt. Wir hatten zirka zwölf Tonnen Gewichte in der Schaufel, mehrere Stahlplatten. Anders hätte ich den Radlader nicht kippen können", so Averkamp später gegenüber der "Bild".

Elke Eschberger