Zahl der Einbrüche drastisch angestiegen:
Auch Versicherungen schlagen jetzt Alarm

Wien als Spitzenreiter: Knapp 30 Delikte pro Tag Wohnungseinbrüche um 16,6 Prozent zugenommen

Zahl der Einbrüche drastisch angestiegen:
Auch Versicherungen schlagen jetzt Alarm © Bild: APA/Fohringer

Die Zahl der Einbrüche in Wohnungen und Einfamilienhäuser ist in Österreich im ersten Quartal 2009 massiv gestiegen. Die Kriminalstatistik des Bundeskriminalamtes (BK) verzeichnete für die ersten drei Monate einen Zuwachs um 16,6 Prozent bei Einbrüchen in Wohnungen und um 37,7 Prozent bei solchen in Einfamilienhäusern gegenüber Jänner bis März 2008.

Auch der nach eigenen Angaben größte Schadens- und Unfallversicherer im Lande, die Generali, schlug Alarm: Die Schadenszahlungen im Zusammenhang mit Einbrüchen seien im ersten Quartal um 50 Prozent gestiegen.

Wien als "Spitzenreiter"
Das größte Problem gibt es offenbar in Wien, wo pro Tag knapp 30 Wohnungseinbrüche verzeichnet wurden. In Absolutzahlen waren es 2.812 derartige Delikte in den Monaten Jänner bis März gegenüber 2.235 im Vergleichszeitraum 2008 (plus 25,8 Prozent). Noch stärker war in der Bundeshauptstadt der Anstieg bei den Brüchen in Einfamilienhäuser: 790 Fälle wurden hier angezeigt, gegenüber 499 im Vorjahr. Das bedeutete einen Anstieg um 58,3 Prozent.

Ähnlich die Situation in Niederösterreich: Hier gab es einen Anstieg um 17,9 Prozent bei Einbrüchen in Wohnungen und um 37,9 Prozent bei jenen in Einfamilienhäuser, die auch in Absolutzahlen den weitaus größeren Brocken ausmachen. Im Burgenland wurde ein Viertel mehr Wohnungseinbrüche verzeichnet - bei allerdings wenig spektakulären Absolutzahlen: Ein Anstieg von acht auf zehn Fälle. Bei Einbrüchen in Einfamilienhäuser gab es um einen mehr als im Vorjahr, was sich mit plus 1,9 Prozent in der Statistik niederschlug.

Salzburg und Tirol auf sicheren Seite
Weniger Einbrüche in Wohnungen verzeichneten Salzburg (minus 43 Prozent), Tirol (minus 36,5 Prozent), die Steiermark (minus sieben Prozent), Kärnten (minus 17,9 Prozent) und Oberösterreich (minus 3,2 Prozent). Einen Anstieg gab es in Vorarlberg um 56,3 Prozent oder von 16 auf 25 Fälle. (apa/red)