Zahl der Arbeitslosen in Österreich sinkt: Rückgang um zehn Prozent macht Hoffnung

231.746 Personen hatten im November keinen Job Anzahl der Schulungen stieg lediglich um 6.834

Die Arbeitslosigkeit in Österreich ist im November deutlich zurückgegangen. Nach der offiziellen Statistik waren per Monatsende 231.746 Personen arbeitslos gemeldet, das waren um 25.524 Personen oder 9,9 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Die Zahl der Schulungen stieg im November lediglich um 6.834 auf 61.814 Personen, sodass insgesamt 293.560 Personen ohne Arbeit waren. Gegenüber dem Vorjahr waren das um 18.690 Betroffene weniger.

Vom Rückgang der Arbeitslosigkeit im November haben vor allem Männer profitiert. Während die Frauenarbeitslosigkeit im Jahresvergleich nur um 6,8 Prozent auf 112.156 Betroffene sank, ging der vergleichbare Wert bei den Männern um 12,7 Prozent auf 119.590 Jobsuchende zurück. Mit minus 11,8 Prozent fiel auch der Rückgang bei den Jugendlichen überdurchschnittlich aus. Trotzdem waren im November immer noch 38.792 14 bis 24-Jährige ohne Arbeit. Bei Älteren ab 50 Jahre betrug der Rückgang 7,7 Prozent auf 43.145 Jobsuchende.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen konnte um 28,4 Prozent auf 7.037 Personen, die länger als zwölf Monate vorgemerkt sind, gesenkt werden. Die Zahl der Lehrstellensuchenden stieg um 7,6 Prozent auf 5.725 Betroffene, die gemeldeten offenen Stellen gingen um 10,4 Prozent auf 2.923 zurück.

Nach Bundesländern sank die Zahl der Jobsuchenden mit minus 18,5 Prozent in Oberösterreich am stärksten, gefolgt von Niederösterreich (minus 13,1 Prozent) und dem Burgenland (minus 12,7 Prozent). Am geringsten fiel der Rückgang in den von Schneearmut geplagten Ländern Salzburg (minus 7,7 Prozent), Vorarlberg (minus 7,4 Prozent) und Tirol (minus 2,1 Prozent ) aus. In Wien ging die Arbeitslosigkeit um 8,2 Prozent zurück.

Arbeitslosigkeit in der Eurozone weiter gesunken
Die positive Entwicklung auf den EU-Arbeitsmärkten hält unterdessen weiter an. Die Arbeitslosenquote ging in der Eurozone im Oktober 2006 auf 7,7 Prozent zurück, von 7,8 Prozent im September und 8,5 Prozent im Oktober 2005, teilte das EU-Statistikamt Eurostat am Freitag mit. In allen 25 Mitgliedstaaten blieb die Arbeitslosenquote im Oktober mit 7,9 Prozent gegenüber dem Vormonat unverändert. Im Oktober 2005 hatte sie noch bei 8,6 Prozent gelegen.

Die niedrigsten Quoten verzeichneten Dänemark mit 3,5 Prozent (Wert vom September), die Niederlande mit 3,9 Prozent, Estland und Irland mit je 4,2 Prozent sowie Österreich mit 4,7 Prozent. Die höchsten Arbeitslosenquoten meldeten Polen (14,0 Prozent), die Slowakei (12,7 Prozent), Griechenland (9,0 Prozent im zweiten Quartal 2006), Frankreich (8,8 Prozent) und Spanien (8,4 Prozent).

Der stärkste relative Rückgang der Arbeitslosenquote wurde im Jahresabstand in Estland (von 7,4 Prozent auf 4,2 Prozent), Dänemark (von 4,6 Prozent im September 2005 auf 3,5 Prozent im September 2006), Slowenien (von 6,8 Prozent auf 5,4 Prozent) und in der Slowakei (von 15,9 Prozent auf 12,7 Prozent) beobachtet. Gestiegen ist die Arbeitslosenquote lediglich im Großbritannien (von 4,7 Prozent im August 2005 auf 5,6 Prozent im August 2006), Ungarn (von 7,5 Prozent auf 7,9 Prozent) und Luxemburg (von 4,7 auf 4,9 Prozent) gemeldet.

Alarmierende Jugendarbeitslosigkeit
Dramatisch hoch bleibt trotz eines Rückganges gegenüber dem Vorjahr die Jugendarbeitslosigkeit: In der Eurozone lag die Arbeitslosenquote der unter 25-Jährigen bei 16,6 Prozent und in der gesamten EU sogar bei 17,3 Prozent. Im Oktober 2005 hatte sie bei 17,6 Prozent bzw. 18,4 Prozent gelegen.

Die niedrigsten Quoten für die unter 25-Jährigen verzeichneten die Niederlande (6,6 Prozent), Dänemark (6,9 Prozent im September), Estland (7,9 Prozent im dritten Quartal 2006) und Irland (8,7 Prozent) sowie Österreich mit 9,2 Prozent. Die höchsten Zahlen wiesen Polen (29,1 Prozent), Griechenland (25,2 Prozent im zweiten Quartal 2006), die Slowakei (24,9 Prozent) und Frankreich (21,6 Prozent).

(apa/red)