Zahl der Anzeigen sinkt in Österreich: Seit Jahresbeginn um 5,3% zurückgegangen

Aufklärungsrate ging leicht auf 38 Prozent zurück Alarmierende Steigerung bei Anzeigen gegen Kinder

Zahl der Anzeigen sinkt in Österreich: Seit Jahresbeginn um 5,3% zurückgegangen © Bild: APA/Robert Jäger

Der bereits im ersten Halbjahr 2008 erkennbare Trend in der österreichischen Kriminalitätsstatistik setzt sich fort: Die Zahl der Anzeigen ist in den Monaten Jänner bis Juli 2008 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,3 Prozent zurückgegangen. Wurden im Vergleichszeitraum des vorigen Jahres noch knapp 348.800 Straftaten zur Anzeige gebracht, waren es in diesem Jahr rund 330.400.

Die Aufklärungsrate ging indes nach vom Innenministerium veröffentlichten Daten von 38,6 Prozent auf 38 Prozent leicht zurück. Die Zahl der angezeigten Einbruchsdiebstähle in Wohnungen bzw. Häuser ging österreichweit gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 10,9 Prozent bzw. 18,6 Prozent zurück.

Steigerung bei Kindern
Für den jeweiligen Gesamtzeitraum ergab sich eine Steigerung der Anzeigen bei Delikten, deren Kinder verdächtigt werden. So stieg Zahl der Anzeigen in der Altersgruppe der Zehn- bis 14-Jährigen von 3.087 auf 3.977, was ein Plus von 28,8 Prozent bedeutete. Das Innenministerium listete auch die Zahl der Anzeigen gegen unter Zehnjährige auf: Ihre Zahl stieg von 392 in den ersten sieben Monaten 2007 auf 414 im Vergleichszeitraum 2008 oder um 5,6 Prozent.

"Wir sind auf einem sehr guten Weg, entgegen vielen Befürchtungen anlässlich der Erweiterung des Schengen-Raumes", betonte Innenministerin Fekter. Erfreulich sei, dass sich der Trend in allen Bundesländern zeige. Der geringste Rückgang bei der Zahl der Anzeigen war in Wien zu verzeichnen (2,2 Prozent), der größte im Burgenland (14,4 Prozent).

(apa/red)