Zahl der Aids-Infizierten sinkt - zumindest auf Papier: Tatsächlich weniger Aids-Tote

WHO und UNAIDS stellen jährlichen Aids-Bericht vor Fortschritte bei der Bekämpfung der Immunschwäche

Zahl der Aids-Infizierten sinkt - zumindest auf Papier: Tatsächlich weniger Aids-Tote

Die Zahl der mit Aids infizierten Menschen ist von fast 40 Mio. 2006 auf 33,2 Mio. gesunken. Der Rückgang dürfte allerdings vor allem auf die Bereinigung von früheren, überhöhten Schätzungen zurückzuführen sein. Zum ersten Mal gebe es aber einen Rückgang bei der weltweiten Zahl der Aids-Toten, erklärte die Weltgesundheitsorganisation WHO.

Die Weltgesundheitsorganisation und UNAIDS stellen heute ihren jährlichen Aids-Bericht vor. Der deutliche Rückgang geht unter anderem auf Indien zurück, wo sich die Behördenangaben in diesem Jahr über die Zahl der Infizierten von rund sechs Mio. auf drei Mio. halbierten, sowie auf neue Daten aus den afrikanischen Staaten südlich der Sahara. Die Zahl der jährlichen Neuinfektionen wird mit 2,5 Mio. angegeben, vor einigen Jahren waren es noch doppelt so viele.

Die Vereinten Nationen erklärten, es seien Fortschritte bei der Bekämpfung der Immunschwäche gemacht worden. Die sinkenden Zahlen zeigten, dass einige der UNO-Strategien im Kampf gegen Aids griffen. Dagegen erklärten Kritiker, die Bereinigung der überhöhten Zahlen sei einfach überfällig gewesen, und es sei unklar, ob der Rückgang etwas über den Erfolg der Anti-Aids-Kampagnen aussage.

(APA/red)