"Yabba Dabba Doo!": Familie Feuerstein zelebriert heuer ihr 50-jähriges Jubiläum

Fred, Wilma und Co. als Vorläufer der Simpsons

"Yabba Dabba Doo!": Familie Feuerstein zelebriert heuer ihr 50-jähriges Jubiläum © Bild: Hanna-Barbera

Die Namen "Hanna-Barbera" waren damals schon ein so fester Begriff, dass mancher eine einzelne Person dahinter vermutete. Die beiden jungen Männer hatten 1940 die Figur einer Katze erfunden, die mit allen Mitteln eine Maus jagt und dabei nur Trümmer hinterlässt - Tom & Jerry. Zwei Jahrzehnte später waren Trickfilme fester Bestandteil des Kinos, eigene Folgen für das Fernsehen gab es aber nicht. Hanna und Barbera wollten das ändern mit einer Serie, die sowohl Kinder als auch Erwachsene komisch finden.

Die Protagonisten waren schnell gefunden: Der immer etwas gereizte Fred Feuerstein, der eigentlich nur seine Vorstadtidylle will, und seine liebevolle Frau Wilma. Hinzu kommen die Nachbarn Betty und Barney Geröllheimer. Später bekamen beide Paare noch Kinder gezeichnet, die Feuersteins ihre Tochter Pebbles und die Nachbarn einen außergewöhnlich starken Buben namens Bamm-Bamm. Und natürlich haben die Feuersteins auch einen Hund. Der heißt Dino und ist eigentlich ein Dinosaurier, bringt aber brav Pantoffeln und die Tageszeitung - die natürlich aus Stein ist.

Alltag ohne Strom und Plastik
Hanna-Barbera zeigen uns, dass die Steinzeit genau so war wie das Leben heute - nur ohne Strom und Plastik, dafür mit Stein und Holz. Die Autos sind aus Baumstämmen und mit Tretantrieb, die Designerkleider der Damen aus Tierfellen und die Fernbedienung, auf der der gestresste Fred herumklimpert, aus Stein. Wenn Wilma sich beklagt, dass der Müllschlucker nicht mehr funktioniert, findet sie hinter einer Klappe ein Urzeitviech - zu satt, um noch Abfälle zu fressen. Und wenn die Klimaanlage runtergedreht werden soll, gibt's eine Banane für einen Saurier, damit der schneller mit dem breiten Schwanz wedelt. Sogar Weihnachtsepisoden gab es - ein paar Tausend Jahre vor Jesu Geburt.

Auch in Österreich laufen die Feuersteins immer wieder im Fernsehen. Dazu gab es Kinotrickfilme sowie sogar zwei Filme mit echten Schauspielern. Und einen Rekord: Mehr als drei Jahrzehnte waren die Feuersteins die Trickfilmserie, die am längsten im amerikanischen Abendprogramm gelaufen war. Erst 1997 wurde der Rekord gebrochen - von den Simpsons. (apa/red)