Xavier Naidoo von

Anzeige wegen Gewalt-Aufruf

Musiker wegen Songs über Ritualmorde an Kindern angezeigt

Xavier Naidoo und Kool Savas © Bild: APA/EPA/pedersen

Xavier Naidoo gab sich bislang immer als Mann Gottes und wirkte stets wie ein Gutmensch. Nun wurde er jedoch, gemeinsam mit seinem Musiker-Kollegen Kool Savas angezeigt. Der Grund: In dem Song "Wo sind", in dem Ritualmorde an Kindern besungen werden, sollen die Sänger zur Körperverletzung aufrufen. Der Sänger verteidigt sich gegen die Vorwürfe.

Gemeinsam veröffentlichten Xavier Naidoo und Kool Savas vor kurzem das Nummer-eins-Album „Gespaltene Persönlichkeit“. Darauf befindet sich am Ende der Platte, als Hidden Track, der Song "Wo sind", der den beiden nun mächtig Ärger einbringen könnte. Dieser ist nämlich ein derber Song über Ritualmorde an Kindern. Dies stieß der Jugendorganisation der Linkspartei ordentlich auf und sie zeigten die beiden Musiker bei der Staatsanwaltschaft Mannheim an.

Der Text

Den Grund dafür veröffentlichte die Linksjugend auf ihrer Website, wo sie den Songtext wie folgt zitieren: "Ich schneid euch jetzt mal die Arme und die Beine ab, und dann ficke ich euch in den Arsch, so wie ihr es mit den Kleinen macht. Ich bin nur traurig und nicht wütend. Trotzdem würde ich euch töten. Ihr tötet Kinder und Föten und ich zerquetsch euch die Klöten. Ihr habt einfach keine Größe und eure kleinen Schwänze nicht im Griff. Warum liebst du keine Möse, weil jeder Mensch doch aus einer ist? Wo sind unsere Helfer, unsere starken Männer, wo sind unsere Führer, wo sind sie jetzt?"

Dabei kritisiert die Bundessprecherin Josi Michalke, wie das Hamburger Abendblatt berichtet, den Transport von Menschenfeindlichkeit, Gewaltverherrlichung und Homophobie. Satanische Rituale würden mit Kindesmissbrauch, Pädophilie und Homosexualität gleichgesetzt, so Michalke.

Aufforderung, sich zu distanzieren

Die Anzeige richtet sich jedoch nicht nur gegen die Musiker, sondern auch gegen die Plattenlabels, die das Album veröffentlichten. Weiters fordert die Linksjugend von den Künstlern, sich öffentlich von dem Lied zu distanzieren und von Event-Locations die Konzerte abzusagen.

Naidoo verteidigt sich und Song

Inzwischen meldete sich Naidoo selbst auch zu den Vorwürfen zu Wort. Er und Kool Savas veröffentlichten auf der Facebook-Seite Naidoos einen langen Text. Darin wird erklärt, dass der Song nicht zur Gewalt aufrufe, sondern der Song Licht auf das Tabu-Thema - Verbrechen gegen Kinder - lenke. Und zwar "zum Schutz der Betroffenen". Der Musiker setzte sich auch bereits früher mit diesem Thema auseinander (zum Beispiel im Song "Wenn ich schon Kinder hätte"). Mit diesem Song wolle er erreichen, "dass nie wieder Kinder auf diese furchtbare Weise ums Leben kommen".

Naidoo bleibt Juror - Erklärung ausständig

Geäußert zu dem Vorfall hat sich auch ProSieben, wo Naidoo derzeit als Juror in der Casting-Show „The Voice Of Germany“ tätig ist. Der Sänger soll dort seinen Job behalten, denn er habe die Hintergründe zu dem Song bereits ausreichend erklärt, so ein Sprecher des TV-Senders. I

Kommentare

Meinungsfreiheit gibt es nur noch für alle welche die totale politische Korrektness vertreten. Alles andere wird erbarmungslos nieder gemacht.

Wenn man in einem Gedicht nicht einmal mehr die Wut über Kindermörder ausdrücken darf, wo gibt es dann noch Freiheit her?

Hätte er lieber singen sollen, er hofft auf die Verwahrung in einem Luxusgefängnis wo es dem Kindesmörder an nichts fehlt, wo er gut geschützt ist vor der Wut anderer Gefangenen, die nur "anständige Verbrechen" begangen haben?

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