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Die Asfinag bekommt die Wirtschaftskrise besonders hart zu spüren: Der Rückgang im Lkw-Verkehr verringert die Mauteinnahmen der staatlichen Autobahnholding Asfinag erheblich. Statt den geplanten 1,13 Mrd. Euro wurden 2008 lediglich 1,05 Mrd. Euro - also 80 Mio. Euro weniger - an Lkw-Maut eingehoben. Doch das schlimmste könnte noch nicht einmal vorbei sein: Für 2009 seien die Erwartungen angesichts der Wirtschaftsentwicklung entsprechend negativ. Frächter gehen laut Bericht sogar von Rückgängen von bis zu 40 Prozent aus. Exakte Prognosen sind derzeit allerdings schwer abzugeben.

Die größten Verkehrsrückgänge bei schweren Lastwagen gebe es derzeit auf der Strecke Polen-Italien - mit 20 Prozent minus. "Das betrifft sowohl ausländische Lkws als auch den innerösterreichischen Transport", sagte Asfinag-Chef Alois Schedl im "WirtschaftsBlatt". Er ortet aber auch Umgehungsverkehr. Statt auf der Südautobahn seien die Frächter vermehrt auf der Mur-Mürz-Route unterwegs. Auf das gesamtösterreichische Netz umgelegt, lägen die Einbußen beim Lkw-Verkehr aktuell "zwischen zehn und 15 Prozent".

Die Einnahmen aus Sondermauten (wie dem Brenner) bewegten sich im Vorjahr mit 118 Mio. Euro auf dem Niveau von 2007, so das "WirtschaftsBlatt". Bei der Pkw-Vignette habe es ein Plus von drei Prozent auf 334 Mio. Euro gegeben. Wie der Absatz heuer laufen werde, hänge vom Urlaubsverhalten der Autofahrer und dem Verkauf von Kurzzeit-Vignetten ab.

Einnahmen trotz Krise gesteigert
Die Asfinag steigerte 2008 trotz der Lkw-Verkehrsrückgänge die Einnahmen von 1,425 auf 1,502 Mrd. Euro. Dies habe das Unternehmen allerdings einer Tarifpreiserhöhung laut Verbraucherpreisindex zu verdanken, so das "Wirtschaftsblatt". Unterm Strich bleibe ein Gewinn (vor Steuern) von rund 400 Mio. Euro nach 500 Mio. Euro im Jahr 2007. Der Gewinn soll vor allem in Neubauprojekte fließen.

Die Verbindlichkeiten der Asfinag haben sich laut den Unternehmenschefs Schedl und Klaus Schierhackl im Vorjahr mit "einer Neuverschuldung zwischen 200 und 300 Mio. Euro" nur moderat gesteigert. Sie betragen aktuell rund elf Mrd. Euro, so das "WirtschaftsBlatt". Wenn das Asfinag-Netz 2020 fertig gebaut sein wird, könne mit der Entschuldung begonnen werden. Derzeit würden noch 80 Prozent der Erlöse in den Neubau gesteckt, angepeilt würde langfristig ein Anteil von 30 bis 35 Prozent.
(apa/red)