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Fachverband der Immobilientreuhänder begrüßt Wohnrechtsnovelle 2006

Utl.: Malloth sieht Ausdehnung der Erhaltungspflicht des Vermieters
auf Beseitigung erheblicher Gefahren aber skeptisch =

Wien (APA) - Als "ausgewogen und positiv" hat der Obmann des Fachverbandes der Immobilien- und Vermögenstreuhänder der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Thomas Malloth, die gestern im Nationalrat beschlossene Wohnrechtsnovelle 2006 bezeichnet. Der Ausdehnung der zwingenden Erhaltungspflicht des Vermieters auf die Beseitigung erheblicher Gefahren - auch wenn diese von einzelnen Mietgegenständen wie veralteten Rohrleitungen oder mangelhaften Elektroinstallationen ausgehen - für die Gesundheit der Bewohner steht er allerdings skeptisch gegenüber.

Die Frage, wer etwaige Folgeschäden zu bezahlen hat, wenn beispielsweise nach der Erneuerung der Elektroinstallationen ausgemalt werden muss, bleibe ungeklärt, so Malloth. Oft würden nämlich weder die laufenden Einnahmen noch die Hauptmietzinsreserven für die erforderlichen Maßnahmen ausreichen. Dies könnte vor allem dann zum Problem werden, wenn zeitgleich mit Erhaltungsarbeiten in einer einzelnen Wohnung dringende Erhaltungsarbeiten an den allgemeinen Teilen des Hauses anstünden. "Ein zumindest kleiner Kostenersatz durch den Mieter hätte wenigstens andiskutiert werden sollen", meint Malloth.
(Schluss) vv/ul

APA0138 2006-05-25/11:04

251104 Mai 06