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Raumausstatter orten Aufschwung bei Bodenbelägen

Utl.: 2005 Absatzplus von 20 Prozent erzielt - Vormarsch von
Teppichböden =

Wien (APA) - Die österreichischen Raumausstatter orten einen Aufschwung bei Bodenbelägen. Nach einem Absatzplus der Branche von 20 Prozent im Vorjahr wollen auch heuer 13,2 Prozent der Österreicher neue Bodenbeläge kaufen. Das geht aus einer heute, Donnerstag, veröffentlichten aktuellen Studie des Linzer Marktforschungsinstitutes Jaksch & Partner im Auftrag der größten Einkaufsverbände der österreichischen Einrichtungsbranche Garant Möbel Austria und WohnUnion hervor.

In den vergangenen fünf Jahren hatten durchschnittlich nur 9 Prozent der Konsumenten in Bodenbeläge investiert. Als Trend zeichnet sich ein Vormarsch des Teppichbodens ab.

In Österreichs Wohnungen wurden im Vorjahr nach Branchenschätzungen 30,9 Mio. Quadratmeter Boden verlegt - um 20 Prozent mehr als 2004. Die Gesamtfläche entspricht etwa jener von 4.200 Fußballfeldern. Bei den Materialien entfielen die größten Anteile auf Laminate (25 Prozent), Keramik/Stein (18 Prozent), Tufting (16 Prozent), Holz/Parkett (13 Prozent), Webware und PVC (je 9 Prozent).

Die höchsten Zuwachsraten verzeichneten in den vergangenen Jahren Teppichböden (plus 20 Prozent) und maschinengewebte, abgepasste Teppiche (plus 16 Prozent). "In Büros und öffentlichen Gebäuden erreichen Teppichböden bereits Anteile um die 25 Prozent. Und auch heuer werden sie um mindestens 10 Prozent zulegen", so der Produktmanager der 75 WohnUnion-Häuser in Österreich, Hans Gründl.

Teppichböden waren jahrelang als "Luftverschmutzer" und Gefahrenquelle für Allergiker verpönt. Alte Vorurteile ließen sich aber nicht länger aufrecht erhalten, heißt es in der Studie. Eine wissenschaftliche Untersuchung im Auftrag des Deutschen Allergie- und Asthmabundes im Vorjahr habe die herrschenden Meinungen widerlegt und für die "Ehrenrettung" des Teppichbodens gesorgt. Die Gesellschaft für Umwelt- und Innenraumanalytik in Mönchengladbach habe herausgefunden, dass Wohnungen mit Teppichböden nur halb so viel Feinstaubkonzentration aufweisen wie Räume mit Parkett-, Laminat- oder Fliesenböden.

"Die Teppichböden binden mit ihrer rauen Oberflächenstruktur viele Staubpartikel und entziehen sie der Atemluft. In Räumen mit glatten Böden schweben mehr Allergene wie Hausstaubmilben, Schimmelpilze oder Blütenpollen in der Luft", so Studienleiter Andreas Winkens. "Die aktuellen Teppichböden lassen sich mit Produkten von früher nicht mehr vergleichen. Die Produkte wurden wesentlich verbessert, sind antistatisch, Schmutz abweisend, Luft reinigend, fußfreundlich und trittschalldämmend", so Gründl.
(Schluss) vv/ul

APA0160 2006-05-25/11:32

251132 Mai 06