Wurz-Aufholjagd bleibt unbelohnt: "Formel Austria" auch in Malaysia ohne WM-Punkt

Williams-Pilot als Neunter ohne zählbaren Erfolg Auch Red-Bull-Teams und Honda ohne Zähler

Die "Formel Austria" ist auch im zweiten Lauf zur Formel-1-Weltmeisterschaft 2007 ohne Punkte geblieben. Im Grand Prix von Malaysia in Sepang blieb die beherzte Fahrt von Alexander Wurz im Williams-Toyota von Platz 19 auf 9 unbelohnt. Auch Red Bull Racing und die Scuderia Toro Rosso rissen einmal mehr keine Bäume aus. Mark Webber von Red Bull Racing kam unmittelbar hinter Wurz auf Platz zehn und war der letzte nicht von Sieger Fernando Alonso überrundete Fahrer.

Wurz war wegen eines Getriebe-Defekts im Qualifying nur von Platz 19 gestartet, wusste nach seiner grandiosen Aufholjagd aus der vorletzten Reihe aber nicht, ob er sich trotz der Verbesserung um zehn Plätze freuen oder ärgern sollte. "Mit mir selbst bin ich zufrieden, in Summe aber natürlich enttäuscht. Ohne WM-Punkte bringt mir das alles gar nichts", gab sich der 33-Jährige süß-sauer.

Der Niederösterreicher pflügte von Beginn an durch das Feld und überholte Gegner um Gegner, ehe ihn Red-Bull-Pilot David Coulthard beim Revancheduell nach dem Australien-Unfall rundenlang aufhielt. In der 12. Runde kam Wurz endlich vorbei, wieder war es ein Zentimeter-Duell. "Ich habe ihm gezeigt, dass außen vorbei halt doch sicherer ist", spielte Wurz schmunzelnd auf Melbourne an.

Letztlich verhinderte ein vor allem in den langsamen Kurven stark untersteuerndes Auto ein Happy End für den Niederösterreicher. Allerdings wäre Platz zehn an sich ohnehin das Maximum gewesen, denn ausgerechnet das Out seines auf Platz sechs liegenden Williams-Teamkollegen Nico Rosberg (Hydraulik-Problem) bescherte Wurz Rang neun. Zudem drängte der im letzten Stint auf weichen Reifen fahrende Webber heftig. "Nach drei starken Runden von mir hat er aber aufgesteckt", erklärte Wurz.

18 Sekunden fehlten auf Punkte
Dem Österreicher fehlten letztlich knapp 18 Sekunden auf den Renault-Piloten Heikki Kovalainen und einen WM-Punkt. "Mein anfänglicher Rückstand war einfach zu groß. Wir müssen jetzt schauen, dass wir aus eigener Kraft in diesem Mittelfeld weiter nach vorne kommen", sagte Wurz. Er flog schon am Montag nach Dubai, um sich dort auf den nächsten Grand Prix kommenden Sonntag in Bahrain einzustimmen.

Red Bull Racing brachte mit Webber nur ein Auto ins Ziel. Coulthard musste in der 36. Runde aus Sicherheitsgründen aufgeben, weil sein Bremspedal an der Lenkung scheuerte. "Damit konnte ich weder optimal bremsen noch lenken", erläuterte der Schotte. Der RB3 von Adrian Newey braucht also noch seine Zeit. Toro-Rosso-Teamchef Franz Tost stufte die Plätze 14 für Scott Speed und 17 für Tonio Liuzzi als "ermutigend" ein. Liuzzi hatte eine frühe Kollision weit zurückgeworfen.

Das Honda-Team von Testfahrer Christian Klien bleibt weiterhin deutlich unter den Erwartungen. Rubens Barrichello und Jenson Button wurden überrundet und kamen über die Plätze elf bzw. zwölf nicht hinaus.

(apa/red)