Wunschkandidat von Pereira für Salzburg:
Bechtolf wird wohl neuer Schauspielchef

NEWS: Tritt Amt bei Festspielen wohl ab 2012 an Will Einzigartigkeit, Vielfalt & neuen "Jedermann"

Wunschkandidat von Pereira für Salzburg:
Bechtolf wird wohl neuer Schauspielchef © Bild: APA/Techt

Sven-Eric Bechtolf wird mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit Schauspielchef der Salzburger Festspiele, wenn Alexander Pereira dort 2012 als Intendant antritt. Das berichtet NEWS in seiner aktuellen Ausgabe. Laut NEWS nannte Pereira schon bei seinem Auftritt vor der Findungskommission Bechtolf als Wunschkandidaten.

Ohne das Avancement zu bestätigen, wird Bechtolf in NEWS doch ein wenig deutlich: "Wenn ich gefragt worden wäre, würde ich es Ihnen ganz sicher nicht sagen, wenn ich nicht gefragt worden wäre, wäre es sehr kränkend für mich, wenn Sie mich daran erinnerten."

Gedanken zur Führung einer solchen Festspielsparte hat Bechtolf schon genügend, ohne direkt von Salzburg sprechen zu wollen: "Grundsätzlich sollte ein Festival immer die Grundidee haben, ,festtäglich‘ zu sein. Das bedeutet, etwas anderes zu präsentieren als das, was man im ,Theater-Alltag‘ sehen kann. Eine absolute Exklusivität wird es vielleicht aus finanziellen Gründen nicht geben können, da sicher immer wieder koproduziert werden muss. Man kann ein Projekt erfinden oder besonders interessante Künstler oder eine fantastische Besetzung zusammenbringen oder Stücke ausgraben, oder eines in Auftrag geben, oder was weiß ich tun. Es muss aber etwas geboten werden, was nur dort möglich ist. Ob da zwei Leute spielen oder zweiunddreißig oder ob das ein Schauspiel ist oder eine Pantomime, ist völlig egal. Es muss mich dazu bringen, hinzugehen und die teure Karte zu kaufen. Sonst kann ich doch gleich zu Hause im Stadttheater bleiben." Fazit: "Wunder am Theater lassen sich nicht planen, aber dennoch muss man die Bedingungen dafür organisieren." Zudem müsse man "mehr junge Theaterautoren fördern".

Konkret wird Bechtolf in NEWS zum Thema "Jedermann": Er selbst habe die Titelrolle nie spielen wollen, Christian Stückls Inszenierung, in die 2010 Nicholas Ofczarek und Birgit Minichmayr einsteigen werden, habe aber ein Ablaufdatum: "Irgendwann wird der ,Jedermann‘ aber sicher eine Neuinszenierung brauchen."

Mehr dazu lesen Sie im NEWS 27/09