"Würde Iran stärken": Präsident Bush warnt
vor Scheitern des US-Einsatzes im Irak

"Nichtstun und Truppenabzug sind ausgeschlossen" Al Kaida verspottet neue Irak-Strategie von Bush

US-Präsident Bush hat vor einem Scheitern des US-Einsatzes im Irak gewarnt. "Ein Versagen im Irak würde den Iran stärken, der eine bedeutende Bedrohung für den Weltfrieden darstellt", sagte Bush am Sonntagabend im US-Fernsehen. Bush warnte Teheran erneut vor einer Einmischung in dem Nachbarland. Der iranische Präsident Ahmadinejad warf den USA vor, von eigenen Fehlern im Irak ablenken zu wollen.

Wenn Iraner im Irak erwischt würden, "werden wir uns mit ihnen befassen", erklärte Bush. Er verteidigte seine Entscheidung, 21.500 zusätzliche Soldaten in den Irak zu schicken. An diesem Plan wolle er trotz Widerstands im Kongress festhalten. Angesichts der Krise in dem Land seien "Nichtstun" oder ein Truppenabzug für ihn ausgeschlossen gewesen.

Am Donnerstag hatte die US-Armee im nordirakischen Erbil fünf Iraner festgenommen. Washington verdächtigt sie der Unterstützung regierungsfeindlicher Rebellen. Nach Angaben Teherans handelt es sich jedoch um Konsulatsmitarbeiter. Die iranische Regierung verlangte die sofortige Freilassung und Schadensersatz.

Die Al Kaida im Irak hat in einer Internet-Botschaft über die neue Irak-Strategie von Bush gespottet. Die Erhöhung der US-Truppenpräsenz im Land werde nichts bringen, hieß es darin laut Bericht von "Spiegel Online". Bush werde nicht darum herumkommen, bald seine "Niederlage und Flucht aus dem Irak" anzukündigen. Es handelt sich um die erste Reaktion irakischer Terroristen auf die Ankündigung Bushs, zusätzliche 21.500 Soldaten in den Irak entsenden zu wollen.