Wr. Neustadt - Salzburg von

Moniz: "Es war zu wenig"

Die Bullen ziehen beim Remis-Trend der 17. Runde voll mit. Trainer ortet zu wenig Fokus.

Wr. Neustadt - Salzburg - Moniz: "Es war zu wenig" © Bild: GEPA/Luger

Red Bull Salzburg hat sich dem Remis-Trend in der 17. Runde der Fußball-Bundesliga angepasst. Der Vizemeister weist nach der Null-Nummer auswärts gegen SC Wr. Neustadt damit weiterhin vier Zähler Rückstand auf das punktegleiche Spitzenquartett auf. "Wir wussten, dass es nicht einfach wird. Es war zu wenig. Der Fokus war nicht so extrem, wie er sein muss", resümierte Trainer Ricardo Moniz.

Wie schon öfters, zeigten die Bullen nach einer tollen Leistung - wie am Donnerstag daheim mit dem 2:0 über Paris St. Germain - auf nationaler Ebene ihr anderes Gesicht. Die Euphorie von der Europa League habe man nicht mitnehmen können, meinte Roman Wallner, der nach einer Stunde dem nicht ganz fitten Stefan Maierhofer Platz gemacht hatte. Der "Lange" hatte in der 76. Minute mit der größten Chance des Spiels den Matchball auf den Fuß. "Leider hat er den Ball nicht gut getroffen", kommentierte Moniz. Vielleicht lag es auch daran, dass der Stürmer angeschlagen war.

Blessiert oder nicht, das darf nicht als Ausrede gelten. "Eigentlich müssten wir nach so einem Spiel gegen die Franzosen vor Selbstbewusstsein strotzen. Leider klappt es in der Bundesliga noch immer nicht. Dabei haben die Gegner für uns gespielt", sagte Moniz und sprach von einer "Riesen-Enttäuschung". Jetzt, fügte der Niederländer hinzu, müsse man in den restlichen beiden Heimspielen des Jahres gegen FC Admira und den aktuellen Spitzenreiter Austria Wien voll punkten.

Chancen nicht genützt
Martin Hinteregger begründete das 0:0 in Wiener Neustadt simpel: "Wir haben die wenigen Chancen nicht genützt - das war ausschlaggebend", meinte der junge Abwehrmann und bezeichnete die niederösterreichische Stadt als "schlechten Boden", der der Mannschaft scheinbar nicht liege. Die Salzburger haben in den jüngsten drei Auswärtsspielen gegen die Blauweißen kein Tor erzielt (0:2) und nur einen Punkt (0-1-2) erreicht.

Der erste Auswärtspunkt nach zuletzt fünf Niederlagen in Serie in der Fremde war für die Gäste, die seit 10. September (3:1 in Kapfenberg) auswärts sieglos sind, kein Trost. Nur 24 Punkte nach 17 Runden hat es in der Red-Bull-Ära noch nie gegeben, die schwächste Ausbeute zu diesem Saison-Zeitpunkt wurde 2009/10 mit 28 Zählern registriert.

Erfreute Neustädter
Im Lager der Gastgeber, die zum vierten Mal in Folge (1-3-0) ungeschlagen geblieben sind und in den jüngsten sieben Runden nur eine Niederlage (2-4-1/29. Oktober 0:1 in Innsbruck) kassierten, herrscht weiterhin Freude. Was die Mannschaft als Gruppe geleistet hat, mache ihn sehr zufrieden, lobte Trainer Peter Stöger. Es macht ihn stolz, dass seine Mannen "noch nicht einmal bei Hälfte der Saison schon gegen jeden Gegner gepunktet" haben.

Seine Truppe habe "ein bisschen einen Lauf", den man ausnützen will. "Wir haben keinen Grund, uns selbstgefällig zurückzulehnen", meinte der Wiener, dessen Elf sich den Zähler gegen den Vizemeister "schwer erarbeitet" habe. "Ich habe eine funktionierende Mannschaft, die bereit ist, alles aus sich herauszuholen", meinte der 45-Jährige.