Wr. Austria macht riesigen Schritt Richtung Titel: Veilchen siegen bei Sturm Graz mit 3:1

Damit zwei Runden vor Schluss 4 Punkte Vorsprung Wiener können sich nächste Woche Teller abholen

Die Wiener Austria steht knapp vor dem 23. Meistertitel der Vereinsgeschichte. Die Violetten setzten sich am Sonntag zum Abschluss der 34. Runde auswärts gegen Sturm Graz 3:1 (2:1) durch und liegen zwei Spiele vor Schluss vier Punkte vor den zweitplatzierten Salzburgern. Bereits am kommenden Samstag könnte die Mannschaft von Trainer Frenkie Schinkels den Titel fixieren, im Falle eines Heimerfolges gegen Wacker Tirol wäre den Austrianern der Meisterteller nicht mehr zu nehmen.

Die Grazer gingen vor 9.340 Zuschauen durch Salmutter in Führung (4.), Treffer durch Sionko (6.) und Linz (44., 85.) drehten das Spiel aber noch um. Die Austria nützte damit den Umfaller der Salzburger Verfolger aus, die Mozartstädter hatten am Samstag eine 2:3-Niederlage gegen Wacker Tirol bezogen.

Das Restprogramm der zwei Titelanwärter: Austria empfängt zu Hause Wacker und muss nach Pasching, die Salzburger spielen zu Hause gegen Pasching und auswärts gegen die Admira. Durch die Niederlage von Sturm ist der (sportliche) Abstiegskampf rein theoretisch weiterhin offen, denn bei zwei ausstehenden Begegnungen trennen die Grazer (39 Punkte) und Schlusslicht Admira (33) sechs Zähler. Sturm hat jedoch noch dazu das um 15 Treffer bessere Torverhältnis.

Starker Beginn beider Mannschaften
Die Anfangsphase in der UPC-Arena wurde zum offenen Schlagabtausch. Beide Teams setzten auf Offensive und trafen gleich mit ihren ersten Chancen ins Tor. Nach schönem Zusammenspiel mit Rabihou bezwang Salmutter mit einem platzierten Flachschuss aus 18 Metern Austria-Goalie Didulica (4.). Die Gäste schlugen aber quasi im Gegenzug zurück, denn nur zwei Minuten später stand es 1:1. Sionko, der die Austria zu Saisonende wohl verlassen wird, zog aus halbrechter Position aus 20 Metern ab und Mörec fälschte den Ball unhaltbar für Sturm-Schlussmann Szamotulski ins kurze Eck ab (6.).

Das Kommando auf dem Rasen übernahmen danach überraschend deutlich die viel bissigeren Grazer. Die Abwehr vor dem sechs Tage nach seiner Verurteilung teilweise verunsichert wirkenden Didulica geriet ins Schwimmen, vor allem Salmutter und Filipovic sorgten für viel Druck. Ein Freistoß von Filipovic verpasste das Tor nur knapp (23.), nach einem verunglückten Didulica-Abschlag und einer Attacke von Papac gegen Filipovic hatten die Austrianer Glück, dass es keinen Elfmeter für die "Blackies" gab (27.).

Austria-Führung kurz vor der Pause
Der Meister in spe überstand diese Phase jedoch unbeschadet und ging noch vor dem Wechsel in Führung. Ceh überrumpelte mit einem Lochpass die Sturm-Defensive und der bis dahin kaum zu sehende Linz lupfte den Ball elegant über Szamotulski hinweg ins Netz (44.). Unterm Strich eine glückliche Pausenführung der Schinkels-Truppe.

Sturm gelang es dann nicht mehr, echten Druck zu erzeugen und Richtung Ausgleich zu drängen. Die Austria hatte das Geschehen sicher im Griff und hatte durch Linz die große Chance auf die endgültige Entscheidung, doch Verlaat rettete für den bereits geschlagenen Szamotulski (66.). Das hätte sich im Finish beinahe gerächt, denn Rabihou jagte den Ball völlig freistehend aus kurzer Distanz über das Austria-Tor (82.).

Nach 85 Minuten erlöste Linz dann aber die mitgereisten Austria-Fans, der neue Leader der Torschützenliste (15 Treffer) schnappte seinem Teamkollegen Sionko den Ball weg, schoss ins linke Eck ein und machte seinen Doppelpack perfekt.
(apa/red)