"Wollen Zeichen des guten Willens!": Iran fordert nach Freilassung Londons Hilfe

Botschafter: "Wir haben unseren Teil damit erfüllt" Schlechte Behandlung der 15 Briten eine "Lüge"

Nach der Freilassung von 15 britischen Marinesoldaten hat der Iran von der Regierung in London ein Zeichen ihres guten Willens gefordert. "Wir haben unseren Teil erfüllt und unseren guten Willen gezeigt. Nun ist es an der britischen Regierung, den Weg in einer positiven Art fortzusetzen", sagte der iranische Botschafter in Großbritannien, Rasoul Movahedian, der Londoner "Financial Times". Zwar sei die Freilassung nicht an eine konkrete Forderung gebunden gewesen. Der Iran fände es aber positiv, wenn Großbritannien helfen und seinen Einfluss geltend machen wolle. "Wir begrüßen grundsätzlich alle Schritte, die zu einer Entspannung in der Region beitragen können", sagte der Diplomat.

Der Botschafter könnte damit neben dem Konflikt über das iranische Atomprogramm auf den Streit um von den US-Streitkräften im Irak gefangen gehaltene Landsleute anspielen, die nach Auffassung Teherans Diplomatenstatus haben. Die USA halten fünf Iraner fest und werfen der Führung in Teheran vor, radikale schiitische Milizen im Irak zur Destabilisierung der Situation zu unterstützen. Der Iran bestreitet dies.

Schlechte Behandlung der 15 Briten eine "Lüge"
Die Führung in Teheran hat bestritten, die 15 freigelassenen britischen Marineangehörigen schlecht behandelt zu haben. Entsprechende Aussagen der Briten seien "gelogen", sagte der Presseberater von Präsident Ahmadinejad.

"Die britischen Verantwortlichen müssen wissen, dass sie dem britischen Volk nicht auf alle Ewigkeit die Wahrheit vorenthalten können", sagte Javanfekr. In Wahrheit seien die 15 Briten bei ihrer Rückkehr in die Heimat vom Geheimdienst ihres Landes unter Druck gesetzt worden. Gewisse Erklärungen seien ihnen "diktiert" worden. (apa/red)