"Wollen nicht in Tradition sterben": In Kitz könnte es bald ein Flutlicht-Spektakel geben

Bewerb am Freitagabend für Rennleiter "verlockend" Schladminger Nachtslalom als leuchtendes Beispiel

In Kitzbühel könnte es in Zukunft zu einer revolutionären Umgestaltung des Programmes kommen. "Wir wollen nicht in Tradition sterben. Wir schauen immer, wie wir besser und attraktiver werden können", meinte Kitz-Rennleiter Peter Obernauer, der sich in einigen Jahren ein Flutlichtrennen am Freitagabend vorstellen könnte. Diese Idee sei "schon sehr verlockend", die Umsetzung aber erst in einigen Jahren möglich.

Am Beispiel des Nachtslaloms in Schladming, der traditionell nur zwei Tage nach Kitz stattfindet und mittlerweile rund 50.000 Fans anlockt, könnte auch Kitz auf ein derartiges Format setzen. Zunächst muss jedoch der vom Internationalen Skiverband FIS schon seit Jahren geforderte neue Lift für den Slalomhang gebaut werden. Und der kommt im Sommer in Form einer Vierer-Sesselliftes und kostet vier Millionen Euro. Eine Flutlichtanlage wäre für ein "Nightrace" natürlich ebenfalls vonnöten.

Super-G bald Geschichte?
Derzeit gibt es ja in Kitz Super-G, Abfahrt und Slalom. Und bei drei Rennen wird es auch in Zukunft bleiben. "So viele Weltcup-Termine bekommt Österreich einfach nicht, um uns ein viertes Rennen zu geben", weiß Obernauer. Vielleicht gibt es am Freitag eine Super-Kombi mit Slalom-Durchgang am Abend, oder überhaupt einen Nachtslalom.

Dass damit schon bald der Super-G Geschichte sein wird, sieht Obernauer keinesfalls als fix an. "Mit dem Super-G sind wir absolut zufrieden, es ist der schwerste im Weltcup. Aber Bewerbe mit zwei Durchgängen sind schon sehr verlockend."

Konter an Miller-Kritik
Die durch Bode Miller konkretisierte Kritik der Fahrer an der extrem unruhigen Präparierung der Streif kann Obernauer überhaupt nicht nachvollziehen. "Die Streif war immer schon extrem schwer. Es gibt heuer nichts Besonderes." Die speziellen Wellen in diesem Jahr seien eine logische Folge des vielen Schnees und der starken Temperaturschwankungen. "Und auf Grund der extremen Steilheit mancher Passagen ist eine andere Präparierung gar nicht möglich."

Dass man die Streif wegen des hohen Schwierigkeitsgrades des "Bormio-Rodeos" Ende Dezember noch einmal absichtlich verschärft haben soll, bestreitet Obernauer vehement. "Wir haben kein Problem mit irgendwelchen Vergleichen. Egal wie wir präparieren, die Streif wird von Natur aus die schwierigste Abfahrt der Welt bleiben."

(apa/red)