Wolfgang Waldner von

VP-Staatssekretär nach Kärnten

Neo-Landesrat verlässt Außenministerium und wechselt in den Kärntner Landtag

Wolfgang Waldner - VP-Staatssekretär nach Kärnten © Bild: APA/Eggenberger

Mit einem Hufeisen als Einstandsgeschenk hat der Kärntner ÖVP-Landesparteiobmann Gabriel Obernosterer Staatssekretär Wolfgang Waldner als neuen Kärntner ÖVP-Landesrat präsentiert. Der Parteivorstand hat die Entscheidung dazu am Vormittag einstimmig getroffen. Den Posten des Staatssekretärs im Außenministerium übernimmt Reinhold Lopatka. Den Beschluss dazu muss der Bundesparteivorstand aber noch treffen.

Ob Waldner bei der kommenden Landtagswahl als Spitzenkandidat antreten wird, oder ob dies Obernosterer tut, ließen sich die beiden ÖVP-Politiker noch offen. Neuwahlen sollen aber so schnell wie möglich stattfinden. Die Angelobung Waldners soll bei der übernächsten Landtagssitzung in der kommenden Woche über die Bühne gehen.

Waldners Nachfolge am Minoritenplatz tritt mit Lopatka ein erfahrener Staatssekretär an. Von 2007 bis 2011 war er erst Sport-Staatssekretär und danach Finanz-Staatssekretär. Aktuell war Lopatka der außenpolitische Sprecher der ÖVP.

Waldner sagte, er habe im Urlaub genug Zeit gehabt, um eine Entscheidung zu treffen und er komme gern nach Kärnten zurück. Er habe sich in all den Jahren, darunter allein 16 in den USA, nie als "Nicht-Kärntner" betrachtet. Der aus Dellach im Gailtal stammende Diplomat hatte das Land vor fast fünfzig Jahren verlassen, um in Osttirol in die Schule zu gehen. Es folgte das Jusstudium in Wien.

Obernosterer beweist "Leadership"
Obernosterer habe mit seinem Umbau der Landespartei Leadership bewiesen, so Waldner. "Ich will Teil dieses Aufbruchs sein." Nun bleibe zu hoffen, dass sich viele junge Kärntner der ÖVP anschließen. In seinem neuen Job sieht Waldner viele Überlappungen mit seinen bisherigen Aufgaben, vor allem in den Bereichen Landwirtschaft, Tourismus und Europäische Union. Nun gelte es, Stabilität in die Referate zu bringen und sicherzustellen, dass kein Stillstand eintrete.

Seine künftigen Kollegen in der Landesregierung kenne Waldner noch nicht, bzw. nur oberflächlich, sagte er, will aber versuchen, mit allen zusammenzuarbeiten. "Ich habe es immer so gehalten, dass ich jemanden kennengelernt und mich präsentiert habe. Und je nach dem, wie man auf mich zugeht, reagiere ich dann."

"Viel Glück - er wird es brauchen"
Unterschiedlich reagierten die übrigen Parteien auf die Installierung Waldners. Er trete den "undankbarsten Job" in der Kärntner Parteienlandschaft an, meinte etwa Grün-Abgeordneter Rolf Holub. "Ich wünsche Waldner viel Glück in seiner neuen Aufgabe - er wird es brauchen", sagte der designierte Spitzenkandidat des BZÖ-Kärnten, Josef Bucher. Auf Bundesebene werde der Wechsel von Waldner zu Lopatka "die personelle Schwäche des ÖVP-Regierungsteams nicht beheben", so der BZÖ-Politiker. "Waldner wird an seinen Taten gemessen werden", sagten FPK-Chef Kurt Scheuch und SPÖ-Landesparteiobmann Peter Kaiser unisono.

Kommentare

Politische Garten-und Waldzwerge "Waldner wird an seinen Taten gemessen"-originelle Erkenntnis, an was sonst misst man Politiker?
Möglich dass bei der FPK andere Maßstäbe gelten: Anzahl der Korruptionsfälle bzw. Verurteilungen, Anzahl der Ortstafelversetzungen, Anzahl der Erinnerungslücken, Anzahl der auswendig gelernten Floskeln als Antworten auf nicht gestellte Fragen etc.
Einige dieser Leute wurden schon ge(ver)messen und als Politzwerge ins Einwohnerregister des Oberkärntner Bauernwaldes eingetragen.

Und wenn die Schwarzen aus dem Landtag in Kärnten fliegen..... ....dann hat er sich sicher schon ein Rückkehrrecht in die Regierung bzw. nach Wien gesichert! Wollen wir wetten?

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