Bezirk Spittal von

Wolf in Kärnten getötet

Landwirt schießt Wildtier ab - Ragger: "Problemtiere" müssen erlegt werden dürfen

Wolf liegt auf einem Baumstamm, Symbolbild © Bild: Thinkstock

Ein Wolf ist in Greifeburg (Bezirk Spittal) in Kärnten von einem Bauern erlegt worden. Das Wildtier soll zuvor mehrere Schafe des Landwirtes gerissen haben, berichtete die "Kleine Zeitung" (online) am Donnerstag. Der Wolfskadaver wird nun veterinärmedizinisch untersucht, sagte der für Jagdfragen zuständige Landesrat Christian Ragger (FPÖ).

In Kärnten waren in den vergangenen Jahren immer wieder vereinzelt Wölfe gesichtet worden, nachdem das Tier im 19. Jahrhundert ausgerottet worden war. "Der Wolf wurde von dem Bauern, der auch Jäger ist, am Hof erwischt", sagte Ragger. Wölfe seien zwar grundsätzlich geschützt, der Landwirt habe jedoch lediglich sein Eigentum verteidigt. "Aus derzeitiger Sicht hat er rechtlich keine Übertretung begangen", sagte Ragger.

Ragger: "Problemtiere" müssen erlegt werden dürfen

"Wir werden künftig verstärkt diskutieren müssen, wie wir mit neu zugewanderten Wildtieren umgehen", meinte Ragger. Im vergangenen Jahr seien alleine in Kärnten 15 Bären, Luchse und auch vereinzelt Wolfe gesichtet worden. "Ich plädiere dafür, in der Debatte einen kühlen Kopf zu bewahren", so Ragger. Landwirte müssten eine Entschädigung für gerissene Tiere erhalten, "Problemtiere" müssten erlegt werden dürfen, forderte der Politiker.