Wohnungsmieten stiegen stärker als Inflation: Tendenz zeigt weiter nach oben

Teure Neumieten in St. Pölten und Salzburg In Wien gingen die neuen Nettomieten zurück

In sieben von neun Landeshauptstädten sind im vergangenen Jahr die Wohnungsmieten stärker angestiegen als die allgemeine Geldentwertung (2,3 Prozent) - im Regelfall zwischen drei und fünf Prozent. Die große Ausnahme dabei ist die Bundeshauptstadt Wien, wo die neuen Nettomieten unter dem Strich sogar zurückgegangen sind.

Stark zugelegt haben die Neumieten dagegen in St. Pölten (plus 12,6 Prozent) und Salzburg (plus 9,1 Prozent). Dies geht aus dem "Immobilienpreisspiegel 2006" der Immobilien- und Vermögenstreuhänder der Wirtschaftskammer hevor.

Die in dem Bericht vorgelegten zehntausenden Daten sind nicht gewichtet und haben daher keine bundesweite Gültigkeit. Die Zahlen zu den regionalen Märkten 2005 sind jedoch aussagekräftig, hieß es.

Auch für die Zukunft rechnet Thomas Malloth, Obmann des Wirtschaftskammer-Verbandes, mit anziehenden Mieten. Als Begründung dafür gibt er die sinkende Neubauleistung an: "Ich glaube, dass es bei den Wohnungen zu einer gewissen Verknappung kommen wird und daher die Tendenz nach oben zeigt", sagte Malloth bei der Präsentation des Berichts.

Als zweiten Faktor nannte er die im internationalen Vergleich ohnedies niedrige preisliche Ausgangsbasis im Bestand (gebrauchte Mietwohnungen).

(apa)