Wohnungs-Boom von

Wertsteigerung garantiert

Ob Kaufen oder Mieten: Die Nachfrage nach Immobilien in Österreich wird immer größer

Wohnungs-Boom - Wertsteigerung garantiert

Derzeit gibt es kaum eine größere Verlockung als die „sonnige Wohlfühloase mit großzügiger Loggia“ oder die „gepflegte Ruhelage“. Nach dem Motto „Grundbuch statt Sparbuch“ kaufen die Österreicher Immobilien fast wie im Rausch. Nachdem Börseninvestments heute einer täglichen Fahrt mit der Hochschaubahn gleichkommen und den Bankbilanzen kaum noch zu trauen ist, fliehen die Anleger ins krisen sichere Beton-Gold.

Michael Pisecky, Geschäftsführer des größten heimischen Immobilienmakler- Unternehmens s Real: „Die Nachfrage nach Immobilien ist derzeit enorm. Wir bekommen nicht genug neue Immobilien rein, um unsere Nachfrage befriedigen zu können.“ Auch bei der anderen Makler- Branchengröße Re/Max ist die Lage ähnlich. „Wir führen bereits Vormerklisten für Käufer“, so Bernhard Reikersdorfer, Geschäftsführer von Re/Max Austria. Allein im ersten Halbjahr 2011 wurden in Österreich laut Re/Max-Erhebung 45.528 Immobilienkäufe ins Grundbuch eingetragen. Dabei wechselten Grundstücke, Häuser, Wohnungen und sonstige Gebäude im Wert von 8,28 Milliarden Euro die Besitzer. Mit 32,88 Prozent des Gesamtvolumens rangieren Eigentumswohnungen an der Spitze. News zeigt, wo sich in Österreich der Kauf noch lohnt, was Kredite derzeit kosten und wann die Miete die bessere Alternative zum Kauf ist.

Preisbeispiel Wien

Keine Blasenbildung
Trotz des Boomjahres 2010 stiegen auch 2011 die Immobilienpreise weiter. Thomas Malloth, Obmann des Fachverbands der Immobilientreuhänder bei der Wirtschaftskammer Österreich (WKO): „Immobilien werden derzeit als sichere Geldanlage und Schutz vor der Inflation angesehen. Hinzu kommen niedrige Finanzierungskosten, die den Ansturm auf Wohnraum weiter forcieren.“ Ein Preistreiber für Immobilien ist auch die Zurückhaltung der Kommunen im Bereich des geförderten Wohnbaus. Grund: Viele Studien belegen, dass die Bevölkerung wächst. Laut Experten wird Österreich in 20 Jahren neun Millionen Einwohner zählen. Zudem steigt auch der Anspruch an die Qualität des Wohnens. Zum Beispiel hat sich die durchschnittliche Wohnfläche pro Kopf in den vergangenen 40 Jahren von 22 Quadratmeter (1971) auf über 42 Quadratmeter im Jahr 2006 fast verdoppelt.

Stabile Mieten
Anders als bei Eigentumswohnungen und Häusern ist der Mietmarkt deutlich weniger aufgeregt durch die Krise gegangen. Die Preissteigerungen liegen hier nur in seltenen Ausnahmen im zweistelligen Prozentbereich wie zum Beispiel in Waidhofen an der Ybbs (+15,5 Prozent) oder auch in Gänserndorf (+11,4 Prozent). In Wien lag die höchste durchschnittliche Mietpreissteigerung bei 6,3 Prozent im Nobelbezirk Hietzing. „Schöne Mietwohnungen für ein Pärchen oder einen Singlehaushalt sind in Österreich mit Ausnahme von Wien um eine Monatsmiete von rund 600 Euro zu finden“, so Re/Max-Chef Reikersdorfer. Anders ist es bei sehr guten Lagen in Wien. Diese haben preismäßig schon in den vergangenen Jahren kräftig angezogen und kosten heute bis zu 12,12 Euro pro Quadratmeter. Aber auch Städte wie Salzburg oder Innsbruck boomen, und das schlägt sich in steigenden Mietpreisen nieder. Die beiden Studentenstädte mit großem Zuzug vor allem aus Deutschland rangieren beim durchschnittlichen Quadratmeterpreis bereits über 9 Euro. Im Österreich-Vergleich liegen sie damit knapp hinter den Wiener Exklusivbezirken Innere Stadt und Döbling.

Immo-Träume sind leistbar
Die Entscheidung „Mieten oder kaufen?“ ist eine sehr emotionale, doch als Grundregel gilt: Je kürzer man eine Wohnung nutzen will, desto mehr spricht für Miete. „Viele vergessen, dass die Nebenkosten für einen Immobilienerwerb stattliche 10 Prozent vom Kaufpreis betragen und sich das bei kurzer Nutzungsdauer niemals amortisiert“, so s-Real-Immoexperte Pisecky. Wer weniger als zehn Jahre in einer Wohnung bleiben will, sollte auf jeden Fall mieten. Zudem haben schöne Wohnungen in den Ballungszentren ihren Preis. Wer aber trotzdem in einer großen schönen Wohnung in der Stadt leben will, kann besonders im Mietpreissegment über 1.200 Euro aus dem Vollen schöpfen. Pisecky: „Die Traumwohnung ist heute nur noch in Miete leistbar. Will man eine solche Wohnung kaufen, muss man wirklich viel Geld haben.“

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