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Tipps für den Wohnungskauf

Welche Fehler Sie auf dem Weg zum Eigentum unbedingt vermeiden sollten

Immobilienkauf - Symbolfoto © Bild: iStockphoto.com

Die Vorteile einer Eigentumswohnung liegen auf der Hand. Abgesehen davon, dass man sich die monatliche Miete spart, ist Eigentum zurzeit auch eine der sichersten Formen der Altersvorsorge. Wer sich also dazu entscheidet, eine Wohnung zu kaufen, sollte folgende sieben Grundregeln beachten.

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1. Lage

Wer will schon eine Wohnung fernab jeglicher Infrastruktur? Eben. Achten Sie daher auf die Lage. An den besten Plätzen behält Eigentum am sichersten seinen Wert. Wichtig sind Einkaufsmöglichkeiten, Schulen, die Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz und - sofern Sie die Immobilie selbst bewohnen - die Entfernung zum Arbeitsplatz. Achten Sie auch auf eine gute Ausrichtung der Wohnung.

2. Preis und Finanzierung

Als Faustregel gilt: Zwischen 20 und 40 Prozent des Kaufpreises sollten vorhanden sein. Erkundigen Sie sich darüber hinaus, wie viel für Immobilien in der näheren Umgebung bezahlt wurde. Lesen Sie Immobilienpreisspiegel, Zeitungsinserate und durchforsten Sie das Internet nach entsprechenden Informationen. Fast immer gibt es einen Verhandlungsspielraum nach unten!

3. Steuern und Spesen

Beachten Sie, dass es nicht nur beim Kaufpreis bleibt. Denn beim Immobilienkauf sind Nebenkosten von bis zu 10 % vom Kaufpreis einzukalkulieren: 3,5 % Grunderwerbsteuer, 1,1 % Eintragung ins Grundbuch, 1,2 % der Darlehenssumme für die Eintragung des Pfandrechts und bis zu 3 % Maklerprovision. Hinzu kommen Honorare und Gebühren für die Vertragserrichtung, die Abwicklung durch den Anwalt sowie Kosten für die Beblaubigung von Unterschriften.

4. Hilfe durch einen Anwalt

Ein Wohnungskauf ist rechtlich komplex, vor allem wenn das Objekt noch in der Planungs- oder Bauphase steckt. Bezahlen Sie daher niemals den vollen Kaufpreis im Vorhinein, sondern je nach Baufortschritt. Hinterlegen Sie das Geld treuhändisch und lassen Sie es erst weiterleiten, wenn alles, Schritt für Schritt, ordnungsgemäß durchgeführt wurde. Und: Unterschreiben Sie niemals sofort das Kaufangebot eines Wohnungsverkäufers, sondern überlegen Sie in Ruhe - Nachverhandlungen sind meist nur schwer durchzusetzen.

5. Zeit nehmen

Lassen Sie sich nicht drängen. Holen Sie ausreichend Angebote ein und vergleichen Sie sie eingehend. Überstürzte Käufe sind bei einer derart wichtigen Entscheidung nicht angebracht und fast immer mit Einbußen verbunden.

6. Sicher ist sicher

Früher war gemeinsames, im Grundbuch eingetragenes Wohnungseigentum Ehepartnern vorbehalten. Jetzt gilt das – zu gleichen Teilen – auch für Lebensgemeinschaften. Innerhalb der gesamten Eigentümerschaft können die Eigentumspartern ihre Rechte nur gemeinsam ausüben. Juristen empfehlen, den Trennungsfall durch entsprechende Vereinbarungen zu regeln.

7. Kosten rechnen

Bedenken Sie vor der Kaufentscheidung auch die Betriebskosten: In einem Dachgeschoss sind sie höher als bei anderen Wohnungen. Auch der Zustand des Hauses spielt eine große Rolle. Faustregel: Kreditraten, Betriebs- und Heizkosten, Rücklagen, Strom, Gas und Gebühren sollten nicht mehr als ein Drittel des monatlichen Nettohaushaltseinkommens ausmachen.

Hier geht's zum Kaufkostenkalkulator von Raiffeisen.

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