Wohnen von

Wo die Wohnungspreise in Wien
am stärksten gestiegen sind

Zwischen den Stadtteilen unterscheiden sich die Immobilienpreise ganz erheblich

Wohnen in Wien wird immer teurer. Auch im Vorjahr zogen sowohl die Preise für Eigentum als die Mieten einmal mehr an. Doch von Bezirk zu Bezirk gibt es massive Unterschiede. Am stärksten war der Anstieg in Mariahilf und in Ottakring, während in der Josefstadt der Quadratmeterpreis sogar zurückging.

Um vier Prozent stiegen im Vorjahr die Immobilienpreise in Österreichs Bundeshauptstadt. Das ist zwar etwas weniger als in den vergangenen Jahren, aufgrund der regelrechten Preisralley der letzten Jahre lagen die Preise aber auch schon zuvor auf hohem Niveau. Wie eine Auswertung von immowelt.at zeigt, kletterten die Kaufpreise 2017 im Schnitt auf 3.870 Euro pro Quadratmeter. 2016 waren es noch 3.730 Euro. Jedoch ist dieser Durchschnittspreis ohnehin wenig aussagekräftig – denn in Wien unterscheidet sich der Wert von Immobilien je nach Lage massiv. Im teuersten Bezirk zahlt man mehr als doppelt so viel für eine Wohnung wie im günstigsten. Auch die Preisentwicklung ist unterschiedlich.

Mariahilf um fast ein Fünftel teurer

Unangefochten an der Spitze bleibt die Innere Stadt (1. Bezirk). Kaufsummen im Millionenbereich sind hier laut Immowelt keine Seltenheit. Im Schnitt kostet der Quadratmeter hier 7.240 Euro. Im Vergleich zu 2016 ist dieser Preis aber unverändert geblieben. Stark gestiegen ist der Quadratmeterpreis aber im zweitteuersten Bezirk Mariahilf (6. Bezirk): In nur einem Jahr um fast ein Fünftel (18 Prozent) auf 4900 Euro. Auch der 16. Bezirk, Ottakring , erlebt mit einem Plus von 13 Prozent einen Boom, hält aber noch bei relativ moderaten 3.730 Euro pro Quadratmeter. Den dritthöchsten Anstieg (12 Prozent) gab es im billigsten Bezirk Wiens, Simmering (11. Bezirk). Dort müssen nun 3.010 Euro für einen Quadratmeter bezahlt werden.

In nur drei der 23 Wiener Bezirke kosten Wohnungen heute weniger als vor einem Jahr. In der teuren Josefstadt (8. Bezirk) ließen die Preise um sechs Prozent und damit am stärksten nach. Wienweit liegt der Bezirk mit 4.640 Euro/Quadratmeter aber weiter an vierter Stelle. Auch am Alsergrund (9. Bezirk) gab es einen leichten Rückgang von zwei Prozent, in Meidling (12. Bezirk) sank der Preis um ein Prozent.

Auch die Mieten sind in Österreich im vergangenen Jahr gestiegen, wie eine Marktübersicht der Plattform willhaben.at belegt. Demnach sind in mehr als 80 Prozent der untersuchten Bezirke die Mietwohnungen teurer geworden, im Schnitt um 2,6 Prozent. In Wien waren es 1,6 Prozent, die Mieten wuchsen also weniger stark als die Eigentumspreise. Am schnellsten stiegen sie im 2. Bezirk, Leopoldstadt (3,9 Prozent) sowie am Alsergrund und in Neubau, während sie in Liesing zurürckgingen.

Eigentumspreise pro Quadratmeter im Überblick

1. Innere Stadt (1. Bezirk): 7.240 Euro

2. Mariahilf (6. Bezirk): 4.900 Euro

3. Neubau (7. Bezirk): 4.750 Euro

4. Josefstadt (8. Bezirk): 4.640 Euro

5. Wieden (4. Bezirk): 4.500 Euro

6. Währing (18. Bezirk): 4.340 Euro

7. Alsergrund (9. Bezirk): 4.310 Euro

8. Landstraße (3. Bezirk): 4.230 Euro

9. Döbling (19. Bezirk): 4.190 Euro

10. Hietzing (13. Bezirk): 4.180 Euro

11. Leopoldstadt (2. Bezirk): 4.130 Euro

12. Margareten (5. Bezirk): 3.970 Euro

13. Hernals (17. Bezirk): 3.890 Euro

14. Donaustadt (22. Bezirk): 3.790 Euro

15. Rudolfsheim-Fünfhaus (15. Bezirk): 3.740 Euro

16. Ottakring (16. Bezirk): 3.730 Euro

17. Liesing (23. Bezirk): 3.680 Euro

-''- Floridsdorf (22. Bezirk): 3.680 Euro

19. Penzing (14. Bezirk): 3.560 Euro

20. Brigittenau (20. Bezirk): 3.550 Euro

21. Meidling (12. Bezirk): 3.330 Euro

22. Favoriten (10. Bezirk): 3.070 Euro

23. Simmering (11. Bezirk): 3.010 Euro