Wölfe von

Schützen statt töten

Wölfe - Schützen statt töten © Bild: News/Ian Ehm

Ein DNA-Test verschaffte Gewissheit: Ein Schaf, das im Juni bei Mauerbach im niederösterreichischen Bezirk St. Pölten tot aufgefunden wurde, hatte ein Wolf gerissen. Ein weiteres soll laut Angaben der Besitzerin, die während des Vorfalls aber nicht zugegen war, vor Schreck gestorben sein.

Seit mehr als hundert Jahren galt der Wolf in Österreich als ausgestorben. Jetzt ist er zurück. Landwirte sind alarmiert. Hermann Schultes, Präsident der Landwirtschaftskammer Niederösterreich, fordert, dass die von der EU geschützten Tiere in Österreich zum Abschuss freigegeben werden. Experten und Tierschützer aber sind sich einig: Töten ist keine Lösung. Arno Aschauer vom Naturschutzbund WWF Österreich fordert: "Anstatt Urängste vor dem bösen Wolf zu bedienen, müssen international bewährte Lösungen auch in Österreich ausgebaut werden. Rechtswidrige Abschussfantasien lösen kein einziges Problem."

© Getty Images/Ben Queenborough Der Wolf: Auch er flieht vor seinen Feinden

Wolfforscher Kurt Kotrschal verweist darauf, dass auch in traditionellen Wolfsgebieten Viehwirtschaft betrieben wird. Als besten Schutz führt er Elektrozäune und Herdenschutzhunde an. Wie effizient der Einsatz von eigens für die Bewachung von Tierherden gezüchteten und ausgebildeten Hunden ist, ist in der Schweiz zu verfolgen. Hirten und Hunde, die ständig bei der Herde sind, bieten den besten Schutz gegen Meister Isegrims Attacken. Denn der ist ein Wildtier. Er fürchtet den Menschen und kennt seine natürlichen Feinde.

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