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Das bringt die kommende Woche

Diese Themen werden uns in den nächsten Tagen noch beschäftigen

Wien-Wahl © Bild: APA/HELMUT FOHRINGER

Vom Abgas-Skandal beim Volkswagen-Konzer, über die schwindenden Aufnahmekapazitäten in der Flüchtlingskrise bis hin zur mit Spannung erwarteten Wien-Wahl - Diese Themen werden uns kommende Woche beschäftigen.

Wie wird Wien wählen?

Nach dem Erfolg der FPÖ bei den Landtagswahlen in Oberösterreich blickt am 11. Oktober nun alles nach Wien: Wem werden die Wiener ihre Stimme geben? Die Ausgangslage in der Bundeshauptstadt sei grundsätzlich eine andere als in Oberösterreich, so Polit-Experte Peter Hajek. Denn Bürgermeister und SPÖ-Landesparteichef Michael Häupl sei hier deutlicher positioniert als etwa die SPÖ in Oberösterreich. Auch herrsche in diesem Wahlkampf stärker der "Duell-Charakter" vor. Bis auf den Rückenwind für die FPÖ sieht Hajek eine von Oberösterreich unabhängige Wahl in Wien.

Ein in dieser Form etwas überraschendes Ergebnis brachte die diesjährige Jungwähler-Umfrage vor der Wien-Wahl. In der repräsentativen Erhebung liegt die SPÖ in der Wählergunst der 16- bis 29-Jährigen klar auf Platz eins. Grüne und FPÖ folgen mit Respektabstand.

Laut APA-OGM-Vertrauensindex-Umfrage (500 Wiener befragt) liegt Häupl auch heuer trotz größtem Verlust klar vorne liegen. Strache landet weit hinter ihm, obwohl er kräftig zugelegt hat - verglichen mit den Werten vor der Wahl 2010. Wie die Wiener letztendlich tatsächlich wählen, bleibt bis nächsten Sonntag abzuwarten.

Solidarität mit Flüchtlingen

Die Aufrufe zur Solidarität mit Flüchtlingen nehmen weiter zu, während in Österreich und Deutschland die Lage hinsichtlich Unterbringung weiterhin angespannt bleibt. Diejenigen Flüchtlinge, die in Österreich bleiben wollen, hoffen darauf, eine geeignete Unterkunft und später einen Arbeitsplatz zu finden.

Wie wichtig Solidarität und Menschlichkeit in der Flüchtlingskrise sind, dass haben viele in Österreich längst begriffen. Der Oktober steht daher ganz im Zeichen der Flüchtlingshilfe: Das Angebot reicht von Spendenaktionen, über Veranstaltungen bis hin zu Jobangeboten. Nach dem "Solidaritätskonzert für ein menschliches Europa" am Wiener Heldenplatz sind auch kommende Woche einige Events geplant: Von Freitag, 9. Oktober bis Samstag, 10. Oktober heißt es "Refugees welcome!" im Statt-Beisl (Währinger Straße 59, 1090 Wien). Dort treten an den beiden Abenden Bands und DJs auf, um Spenden zu sammeln. Mehr Infos gibt es auf der Facebook-Seite des Statt-Beisls. Außerdem findet am Freitag der "Refugees Action Day" statt, der vom Tüwi - ein Verein für Kommunikation, Interaktion und Integration im 19. Bezirk (Peter-Jordan-Straße 76) - veranstaltet wird. Ab 10 Uhr gibt es Programm mit Workshops, Flohmarkt, Zirkus und Live-Musik. Der Erlös von allen Aktivitäten wird an Train of Hope, SOS Konvoi und an zwei Kochkollektive gespendet. Alle Infos zum Aktionstag gibt es auf der entsprechenden Facebook-Seite.

Folgen des VW-Skandals

Der VW-Skandal rund um die manipulierten Abgastests für Diesel-Modelle zieht immer weitere Kreise und wird uns auch die kommende Woche noch beschäftigen. In Österreich sind derzeit 363.000 Autos betroffen. Folgende Modelle sind betroffen: Weltweit sind nach Angaben von VW rund 11 Millionen Fahrzeuge betroffen. 5 Millionen davon entfallen auf die Kernmarke VW, 2,1 Millionen auf die Tochter Audi. Allein in Österreich sind 62.000 Fahrzeuge der Marke Audi betroffen. Auf welche Marken und Modelle sich die übrigen 3,9 Millionen Fahrzeuge beziehen, ist noch unklar.

Und wie erkennt man, ob das eigene Auto betroffen ist? Wenn Sie sich gefragt haben, ob Ihr Wagen oder der Ihrer Bekannten betroffen ist, dann werden Sie in den nächsten Tagen oder Monaten darüber aufgeklärt werden. Meldet sich Volkswagen bei Ihnen, ist über die Fahrgestellnummer Ihres Fahrzeuges ermittelt worden, dass der Wagen mit einem Motor Typ EA 189 ausgestattet wurde und somit nachgebessert werden muss. Wenn Sie nicht kontaktiert werden, ist Ihr Auto nicht betroffen. VW spricht in diesem Zusammenhang übrigens von "Servicemaßnahmen", nicht von einer "Sicherheits-Rückrufaktion". Die Sicherheit der Fahrzeuge ist nicht tangiert, sagte ein VW-Sprecher in Wolfsburg.

Metaller-Verhandlungen starten

Montag beginnen die Metaller-Verhandlungen nun wirklich. Nach Hin und Her und Streikdrohungen haben sich Arbeitgeber und Dienstnehmer doch noch entschieden, sich zusammenzusetzen, um über mehr Geld und Freizeit zu verhandeln. Die sechste Urlaubswoche ist dabei allerdings vom Tisch. Was sich die Österreicher vom Gesundheitssystem erwarten, hat der Hauptverband der Sozialversicherungsträger erheben lassen. Die Ergebnisse gibt es am Montag.

Prominente Hypo-Zeugen

Der Hypo-U-Ausschuss startet am Mittwoch, 7. Oktober, mit prominenten Zeugen. So sollen der ehemalige Bundeskanzler Wolfgang Schüssel und
Ex-Hypo-Vorstandschef Tilo Berlin aussagen. Am Donnerstag, 8. Oktober, soll sich dann ab 9.00 Uhr der ehemalige Kärntner Finanzlandesrat und Intimus des früheren Landeshauptmannes Jörg Haider, Harald Dobernig (FPÖ/BZÖ/FPK), der Befragung stellen.

Geld sparen mit Lauda

Ex-Formel-1-Fahrer Niki Lauda stellt am Mittwoch sein neues Buch "Reden wir über Geld" vor - darin geht es vor allem darum, dass man "ja nix zu verschenken hat". Es ist bereits sein sechstes Buch. In seinem neuen Werk, das beim Verlag edition-a erscheint, gibt er auf 192 Seiten Geld-Tipps. Lauda schreibt in dem Ratgeber über seine eigenen Erfahrungen in puncto Banken, Kredite und Steuern.

Kommentare

Wien besteht aus zwei Programmen, ein Gemisch aus rot, grün und neo. Wen man hier auch wählt, es kommt der gleiche Müll heraus, demnach ist es egal. Ich kenne auch keinen Jungen Menschen der rot wählen würde, es sei den, er möchte mal ein Haus bauen, dass einer Festung gleicht. Also nicht vergessen Aktien von Sicherheitsproduzenten kaufen.

christian95 melden

Wer in Wien etwas verändern will muss so wählen damit sich etwas ändert!
Schon vor 25 Jahren hat sich das Volk der DDR von ihrem politischen System getrennt. - Wien hat in wenigen Tagen die Wahl.

christian95 melden

Unter Kreisky begann ein großer sozialpolitischer Aufschwung als er die FPÖ in seine Regierung geholt hat. - Und geht's den Burgenländer seit einer SPÖ-FPÖ Koalition deswegen schlechter?
Niessl ist am Weg ein würdiger Kreisky-Nachfolger zu werden!

"Die Flüchtlinge werden unser Gesundheitssystem belasten" erklärten Experten am Gesundheitsforum in Bad Gastein.

Gelberdrache
Gelberdrache melden

Immer wird auf Haider rumgehackt,erstens war das eine andere Zeit und zweitens ist er Tot,also was soll das:Solange die Roten mir den Grünen zusammen sind wird Blau gewählt.

christian95 melden

Wer sonst?
Seit dem Krieg haben sich auf allen Ebenen SPÖ+ÖVP diesen Staat untereinander im Proporz aufgeteilt. Alles was im Staate Österreich schief läuft haben SPÖ+ÖVP verursacht! Auch noch in 50 Jahren werden sie alles auf Haider schieben...

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