Wo bleibt der Winter? Damen-Rennen in
St. Moritz wegen Schneemangels abgesagt

Mögliches Ersatzprogramm steht noch nicht fest

Den warmen Temperaturen in Europa zum Opfer gefallen sind nach den alpinen Weltcup-Auftakt-Bewerben in Sölden Ende Oktober nun auch die Abfahrt und die Super-Kombination der Damen am 9. und 10. Dezember.

Für die Präparierung der Pisten ist nicht genug Schnee vorhanden, ob des anhaltenden Warmwetters ist keine Änderung in Sicht. Ein mögliches Ersatzprogramm steht noch nicht fest.

Seit 1999 und der fixen Berücksichtigung von St. Moritz im Weltcup-Kalender ist das die erste vorzeitige Absage eines Weltcup-Rennens im Schweizer Nobelort.

Die erwartete Absage in St. Moritz bedeutet, dass zumindest einer der zwei dort geplant gewesenen Damenbewerbe Abfahrt und Super-Kombination nun mit großer Sicherheit an das Nordamerika-Programm angehängt wird. Lake Louise kommt wegen des flachen Zielhangs kaum für einen (Kombi-)Slalom in Frage, in Aspen reicht die Zeit nicht für den Sicherheitsaufbau einer Abfahrt. Außerdem liegt dort derzeit zu wenig Schnee.

Bliebe also Beaver Creek als Alternative, allerdings ist die dortige Raubvogel-Abfahrt für Frauen wohl zu schwer. "Einen Super G könnte ich mir vorstellen, eine Abfahrt dort wäre wohl etwas hantig", sagte ÖSV-Rennläuferin Alexandra Meissnitzer. Allerdings hörte man aus dem Skilager, dass sich ohnehin bereits einige Teams entschieden gegen Damenrennen in Beaver Creek ausgesprochen haben.

Außerdem ist noch abzuwarten, ob die Herren überhaupt wie geplant in Val d'Isere fahren können. Wird auch dort abgesagt, würden sie wohl ihrerseits die Piste in Beaver Creeek weiter beanspruchen. Womöglich wird deshalb vom St. Moritz-Programm der Damen nur die Abfahrt oder nur die Super-Kombi in Nordamerika gefahren.

(apa/red)