WM-Qualifikation von

Schweden-Defensive bombensicher

Österreichs WM-Quali-Gegner ist bereits seit drei Partien ohne Gegentreffer

Schwedens Team im Testspiel © Bild: GEPA pictures/ Bildbyran

Nach dem 1:0-Heimerfolg im Test-Länderspiel am Montag gegen Mazedonien hat Schwedens Fußball-Teamchef Erik Hamren nur die schlechte Chancenauswertung seiner Truppe kritisiert. "Ich habe viel Positives gesehen. Aber wir müssen effizienter werden", forderte Hamren nach der Generalprobe für den Schlager der WM-Qualifikations-Gruppe C am Freitag (20.45 Uhr) in Wien gegen Österreich.


Beim Sieg in Malmö erzielte Senkrechtstarter Alexander Kacaniklics den einzigen Treffer, Superstar Zlatan Ibrahimovic und Co. ließen zahlreiche weitere Großchancen ungenützt. Defensiv sind die Skandinavier traditionell ein schwer zu knackender Brocken. Das dürfte auch diesmal so sein, Tormann Andreas Isaksson und seine erfahrenen Vorderleute haben mittlerweile drei Partien in Folge (0:0 gegen Irland, 0:0 gegen die Slowakei, 1:0 gegen Mazedonien) keinen Gegentreffer kassiert.

Der letzte Kicker, der den Schweden ein Tor erzielte, war der argentinische Real-Madrid-Superstar Gonzalo Higuain. Am 6. Februar 2013 gewannen Lionel Messi und Co. einen Test gegen die Schweden in Solna 3:2. "Diese Statistik gibt uns ein bisschen Sicherheit. Aber wir müssen uns gegen Österreich steigern, sowohl offensiv als auch defensiv", forderte Hamren.

Gefährliches Duo Kacanikilic/Ibrahimovic

Nach dem Ausfall von Angreifer Tobias Hysen wollte Teamchef Hamren nicht zuletzt die Form des verletzt gewesenen Johan Elmander überprüfen. Der Galatasaray-Istanbul-Legionär spielte erstmals seit Oktober 2012 im Nationalteam. Elmander war bei seinem 60-minütigen Auftritt zwar von seiner Höchstform noch weit entfernt, doch Hamren zeigte sich trotz Defiziten punkto Timing und Spritzigkeit zufrieden: "Im Großen und Ganzen war er gut."


Sogar ausgezeichnete Kritiken erhält in Schweden derzeit Torschütze Kacaniklic, der 21-jährige Mittelfeldmann von Fulham harmoniert vor allem mit Kapitän Ibrahimovic blendend. Der Treffer gegen die Mazedonier war eine Co-Produktion des Duos.

Neuruer als Spion in Malmö

Österreichs Teamchef Marcel Koller analysiert die Partie in Malmö natürlich ganz genau, die Infos bekam er von ÖFB-Spion Nick Neururer. Dass die Schweden mit Hysen, Johan Wiland, Samuel Holmen und Behrang Safari mittlerweile vier kurzfristige Ausfälle hinnehmen mussten, wollte Koller nicht überbewerten. "Bis auf Safari hätte keiner in der Startformation gespielt. Deshalb wird sich nichts Entscheidendes ändern, System und Spielanlage werden gleich bleiben."

Auf die Frage eines schwedischen Journalisten nach - abgesehen von Ibrahimovic - Schlüsselspielern beim Freitag-Gegner, sprudelte es aus Koller nur so heraus: "Elmander, Källström, Elm, Wernbloom, Olsson, Isaksson, Granqvist. Eigentlich fast jeder, das ist schon eine starke Truppe."

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