WM-Qualifikation von

ÖFB-Kicker am Boden zerstört

Fassungslosigkeit unter den Spielern nach Ausscheiden in der WM-Quail in Schweden

  • David Alaba im Zweikampf mit Anders Svensson
    Bild 1 von 22 © Bild: APA/Robert Jäger

    Schweden vs. Österreich

    Österreich kassiert in Schweden eine bittere 1:2-Niederlage.

  • Schweden vs. Österreich
    Bild 2 von 22 © Bild: APA/Robert Jäger

    Schweden vs. Österreich

    Der Traum von der WM-Teilnahme ist für David Alaba und Co. damit geplatzt.

Die Fassungslosigkeit stand den österreichischen Fußball-Teamspielern am Freitag in Solna nach dem Ausscheiden in der WM-Qualifikation ins Gesicht geschrieben. David Alaba und Co. wirkten, als hätten sie selbst noch nicht verstanden, wie sich der 1:0-Vorsprung gegen Schweden in eine 1:2-Niederlage verwandeln konnte.

"Ich bin es leid, so kurz nach dem Spiel irgendwelche Gründe zu nennen. Fakt ist, wir sind nicht im Play-off, alles andere ist im Moment egal", erklärte Kapitän Christian Fuchs. Und Goalie Robert Almer meinte: "Es wird noch ein paar Tage oder Wochen dauern, bis wir das aufgearbeitet haben."

Sebastian Prödl sprach von einem der bittersten Momente seiner Karriere. "Jetzt herrscht Leere. Ich bin noch nie in einer Kabine gesessen, in der es nach einem Spiel so leise war."

"Die Enttäuschung ist riesig"

Ähnlich war die Gefühlslage bei David Alaba. "Die Enttäuschung ist riesig. In der ersten Hälfte haben wir gezeigt, was wir können, aber in der zweiten Hälfte haben wir den Faden verloren. Die Schweden haben es viel mit hohen Bällen probiert und es war schwer, die zweiten Bälle zu bekommen", analysierte der Bayern-Legionär und war selbstkritisch: "Ich hätte die Chance zum 2:0 machen müssen."

Auch Marc Janko zeigte sich zerknirscht. "Das ist eine riesige Enttäuschung, es überwiegt der Schock über ein Spiel, das wir aus der Hand gegeben haben." Warum das passierte, darüber rätselte der Stürmer. "Wir haben es in der zweiten Hälfte nicht mehr verstanden, die Schweden unter Druck zu setzen. Wir haben ein bisschen das Fußballspielen aufgegeben."

"Heute dürfen wir traurig sein"

Der Trabzonspor-Angreifer, der im abschließenden WM-Qualifikationsmatch am Dienstag auswärts gegen die Färöer wegen einer Sperre fehlt, richtete den Blick aber auch wieder nach vorne. "Heute dürfen wir und ganz Österreich traurig sein, dafür soll man sich auch Zeit nehmen. Aber im Sport kann es wieder schnell bergauf gehen."

Zlatko Junuzovic versuchte ebenfalls, positive Aspekte herauszufiltern. "Wir haben uns in dieser Quali gut entwickelt. Wir werden noch besser werden und müssen diesen Weg weitergehen. Das ist jetzt ein bitterer Moment, doch wenn man die ganze Qualifikation Revue passieren lässt, kann man schon zufrieden sein."

Schwacher Trost nach Niederlage

Unmittelbar nach der Niederlage war das aber nur ein schwacher Trost. "Wir hatten eigentlich alles in der eigenen Hand, umso bitterer ist es, dass wir noch verloren haben. In der zweiten Hälfte sind mit zwei, drei Weitschüssen der Schweden auf einmal die Fans wiedergekommen, und das Spiel ist gekippt", erklärte Junuzovic.

Verantwortlich dafür war vor allem Zlatan Ibrahimovic, der das erste schwedische Tor vorbereitete und den zweiten Treffer selbst erzielte. "Er hat eigentlich 90 Minuten lang nicht gut gespielt, aber in zwei Aktionen den Unterschied ausgemacht", sagte Aleksandar Dragovic. Der PSG-Star sorgte damit dafür, dass die Schweden in der laufenden WM-Qualifikation zum vierten Mal einen Rückstand in einen Sieg oder ein Remis verwandelten.

Niederlage nicht nachvollziehbar

Am Freitag gab es dabei aber tatkräftige Unterstützung der Österreicher, wie auch Andreas Ivanschitz zugab. "Es ist nicht nachvollziehbar, warum wir so ein Spiel noch hergegeben haben. Wir haben die Schweden durch unsere Ballverluste stark gemacht."

Der Levante-Mittelfeldspieler hob aber auch die teilweise guten Leistungen der ÖFB-Elf in den vergangenen Monaten hervor. "Wir haben eine enorme Entwicklung genommen. Schade, dass wir das nicht mit dem zweiten Platz krönen konnten. Ich bin überzeugt, dass diese Mannschaft für Österreich noch viel erreichen wird."

Nun gehe es einmal darum, am Dienstag gegen die Färöer einen versöhnlichen Abschluss zu schaffen. "Das ist ein Pflichtprogramm, ein Spiel, in das wir noch einmal alles investieren müssen und das wir gewinnen müssen", betonte Ivanschitz.

Kommentare

UNsere hoch bezahlten 3.klassigen kicker sind wieder einmal auf den BOden der Realitäte angekommen. Sie liegen nicht zufällig auf unter 100 der Weltrangliste. Es ist schon gut so,bevor sie sich. vor einemgroessere

Oliver-Berg

Ein Spieler auf Weltklasseniveau wie Alaba und ein paar erfahrene Routiniers in der deutschen Bundesliga bei zweitklassigen Vereinen machen leider noch keine gute Mannschaft, wenn so kaputte Typen wie Arnautovice und Co. von der Partie sind. Aus diesem Spielermaterial kann sogar ein sehr guter Trainer nur eine mittelmäßige Mannschaft formen. Da muss man einfach Realist sein.

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Und tschüss! Was glauben diese österr. fußballdeppen eigentlich das sie int. mitspielen können? Welche Selbstüberschätzung. Seit froh das ihr euch überhaupt qualifizieren dürft, d.h. hier mitspielen dürft als Aufwärmspiele für wirklich gute Mannschaften. Ihr öst. fußballdeppen seit nur billiges Kanonenfutter, sonst nichts!

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Lerne Deutsch, bevor du hier so einen Blödsinn verzapfst!

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Österreich ist ein Land der Fußballwürmer, die sind noch weit unter den Zwergen mitten im Dreck!

SiTer melden

stabilis ist ein prolo der nicht mal richtig schreiben kann. nicht ärgern.
allerdings hat es mich keinesfalls überrascht dass österreich gestern wieder verloren hat. wir haben einfach keine gute mannschaft.
warum wir so viele gute wintersportler haben aber nur schwache Fussballmannschaften verstehe ich nicht.

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...dann schaut doch mal American Football - dort sind wir unter den Besten, und solche Fouls, die nur mit Verletzungsabsicht gemacht werden, gibt es dort auch nicht. ....und das Ellmandl wäre dort in hohem Bogen wegen Unsportlichkeit vom Platz geflogen. Bin auch schon gespannt, ob unsere Superfunktionäre gegen diesen Ausschluss etwas unternehmen werden - ich denke nicht, wir kuschen lieber.

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Das große Gejammere ist wieder mal typisch fußball-österreichisch. Ja, die Qualifikation für die Endrunde wurde nicht erreicht, und das ist schade. Aber immerhin enden "wir" als Gruppendritter und lassen somit Irland, das in der FIFA-Weltrangliste höher gereiht ist, hinter uns. Somit ist das Ergebnis nicht das erhoffte, aber immer noch gut.

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