WM-Qualifikation von

"Es beginnt erst jetzt so richtig"

Marc Janko ruht sich nicht auf der starken Leistung gegen Deutschland aus

ÖFB-Teamstürmer Marc Janko bei einer Pressekonferenz © Bild: GEPA pictures/Scheriau

Bei Trabzonspor ist Marc Janko noch nicht richtig angekommen, beim ÖFB-Team ist der Stürmer wie gewohnt voll dabei. Vor Kasachstan warnt er: "Der Fußball folgt keiner Logik. Es heißt nicht, dass wir in Kasachstan gewinnen, nur weil wir gegen Deutschland gut gespielt haben", erklärte Janko und ergänzte: "Für uns beginnt die Qualifikation erst jetzt so richtig. Wir wollen unbedingt gegen diesen für die Öffentlichkeit nicht so attraktiven Gegner gewinnen."

Welchen Beitrag Janko dazu leisten darf, ließ sich Teamchef Marcel Koller nicht entlocken. "Er spielt in meinen Überlegungen eine Rolle - so wie alle anderen Spieler auch", sagte der Schweizer. Dazu zählt auch Andreas Weimann, der erstmals in der ÖFB-A-Auswahl steht. "Er ist ein ruhiger Typ und hat im Training bisher bestätigt, was wir von ihm im TV gesehen haben. Er ist ein junger, aufnahmebereiter Spieler, den man fordern kann", sagte der Teamchef über den Aston-Villa-Legionär, den er nicht als Solospitze sieht. "Er ist kein Stoßstürmer, kann aber mit einem Stoßstürmer spielen oder aus dem Raum kommen."

Weimann brachte es bisher auf 19 Premier-League-Einsätze und erzielte dabei zwei Tore. In den jüngsten beiden Partien saß er allerdings nur auf der Ersatzbank. "Natürlich würde ich gerne immer spielen, aber wir haben vier sehr gute Stürmer. Hoffentlich entscheidet sich der Trainer künftig wieder für mich", meinte der 21-Jährige.

Schwieriger Janko-Start in der Türkei
Anders als im ÖFB-Nationalteam hat sich Marc Janko bei Trabzonspor noch nicht etabliert. In den fünf Partien seit seinem Wechsel Ende August vom FC Porto in die Türkei wurde der Goalgetter viermal ein- und einmal ausgewechselt und brachte es gerade einmal auf rund 110 Einsatzminuten. Sein erstes Tor in der Süper Lig ist nach wie vor ausständig.

Janko sieht die Situation trotzdem noch entspannt. "Aufgrund der Hintergrundgeschichte bin ich relativ relaxt. Ich habe die Vorbereitung verpasst und erst spät den Verein gewechselt. Der Trainer hat mir gesagt, er möchte mich langsam aufbauen", erzählte der 29-Jährige. Seine Moral habe unter der mangelnden Spielpraxis nicht gelitten. "Ich habe mein Selbstvertrauen nicht verloren. Ich musste nur erstmals in meiner Karriere erfahren, was es bedeutet, keine Vorbereitung mitzumachen. Aber ich werde weiter hart an mir arbeiten, dann wird alles schon wieder kommen", betonte Janko. Das bei Trabzonspor praktizierte System mit zwei Flügelspielern und einem Spielmacher hinter dem einzigen Mittelstürmer würde Janko eigentlich entgegenkommen. "Aber es dauert eben ein bisschen, bis sich die Laufwege automatisieren."

Der Niederösterreicher sieht sich jedoch nicht auf die Rolle als Solospitze festgelegt. "Ich werde von vielen Leuten auf die Position des Stoßstürmers reduziert, aber ich beherrsche auch andere Systeme." Dieser Umstand und die Tatsache, dass gegen Kasachstan wohl ein großer und kopfballstarker Stürmer benötigt wird, sprechen dafür, dass Janko am Freitag in Astana in der Startformation stehen könnte. "Ich würde mich immer aufstellen", schmunzelte der Ex-Salzburger.

Kommentare

Wenn es an Laufbereitschaft und den unbedingten Willen zum Siegen fehlt, hat jemand nichts im Team zu suchen. Diese Qualitäten fehlen bei Janko zur Gänze. Also Herr Koller - setzen Sie ihn nichteinmal auf die Ersatzbank. Da gehören andere hin!

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