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Ohne Junuzovic gegen Deutschland?

Der Bremen-Legionär ist angeschlagen. Teamchef Koller nominiert Sabitzer nach.

Zlatko Junuzovic trainiert mit dem ÖFB-Nationalteam © Bild: GEPA pictures/Ort

Österreichs Fußball-Teamchef Marcel Koller hat zwei Tage vor dem WM-Qualifikationsspiel am Freitag (20.45 Uhr/LIVE im NEWS.AT-Ticker) in München gegen Deutschland eine Nachnominierung vorgenommen. Der Schweizer beorderte Marcel Sabitzer am Mittwoch in seinen Kader, der Offensivspieler von Rapid fehlt damit der ÖFB-U21-Auswahl am Donnerstag im Heimspiel der EM-Qualifikation gegen Spanien.

Koller begründete diesen Schritt unter anderem mit der Sperre des zentralen defensiven Mittelfeldspielers Julian Baumgartlinger. "Das ist eine reine Vorsichtsmaßnahme. Wir wollen auf Nummer sicher gehen, sollte im Training noch etwas passieren", sagte der 52-Jährige.

Hintergrund dürfte aber auch die Sorge um Zlatko Junuzovic sein. Der angeschlagene Legionär von Werder Bremen machte zwar die Einheit am Dienstagnachmittag mit, verspürte laut Koller allerdings Schmerzen. An welcher Verletzung der Ex-Austrianer überhaupt laboriert, wollte der Nationaltrainer nicht verraten.

Personalsorgen für Koller
Generell dürften die Personalsorgen von Koller, der in der Vorbereitung auf Deutschland mit Ausnahme einer Regenerationseinheit am Montagvormittag ausschließlich hinter verschlossenen Toren trainieren ließ, größer sein als ursprünglich angenommen. "Es sind noch zwei, drei weitere Spieler angeschlagen", verriet der Nationaltrainer, ohne Namen zu nennen.

Marc Janko gehört offensichtlich nicht dazu. "Er wirkt nicht blockiert und bewegt sich gut", sagte Koller über den Trabzonspor-Legionär, der zuletzt wegen eines Muskelbündelrisses fast drei Monate hatte pausieren müssen.

Ob Janko eine Option für die ÖFB-Startformation in München ist, ließ Koller offen. "Wir müssen einmal die nächsten Trainings abwarten." Kein Anwärter auf Jankos Rolle als Mittelstürmer ist offensichtlich Marko Arnautovic. "Ich sehe ihn nicht auf dieser Position. Mit dem Rücken zum Tor zu agieren, das ist nicht seine Stärke", betonte der Teamchef.

Ausnahmeleistung nötig
Egal wie die Aufstellung in München aussehen wird - die ÖFB-Auswahl muss gegen Deutschland laut Koller eine Ausnahmeleistung bringen, um zu bestehen. "Es wird wichtig sein, die Ruhe zu bewahren und während des ganzen Spiels eine hohe Konzentration zu haben." Verstecken werde man sich gegen die Nummer zwei der FIFA-Weltrangliste auf keinen Fall. "Wenn man erfolgreich sein will, kann man schon auch etwas riskieren."

Dass im Lager des DFB-Teams nach acht Gegentoren in den jüngsten drei Länderspielen Unruhe herrscht, wollte Koller nicht überbewerten. "Auf dem Platz kann dann wieder alles anders sein. Es wird sicher nicht so sein, dass wir dort locker hinfahren und drei Punkte mitnehmen können."

Über die Qualitäten des Gegners weiß Koller bestens bescheid, daher verzichtet er auf zusätzliche Informationen von David Alaba über dessen Bayern-Kollegen. "Ich denke nicht, dass es etwas Spezielles bei den Deutschen gibt, das wir noch nicht kennen", erklärte der ÖFB-Nationaltrainer.

Kommentare

Wäre schade um ihn, abgesehen von den fußballerischen Qualitäten ist er der, der bei der Bundeshymne mit Überzeugung mitsingt.

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