WM-Qualifikation von

"Wir wollen zur WM"

Kasachstan darf Österreich laut Andreas Ivanschitz nicht im Weg stehen

Andreas Ivanschitz bei einer Pressekonferenz des ÖFB-Nationalteams © Bild: GEPA pictures/Scheriau

Kasachstan darf für das ÖFB-Nationalteam kein Stolperstein am Weg zur Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Rio werden, davon ist Andreas Ivanschitz überzeugt. Der Mainz-Legionär hofft in den beiden Spielen gegen die Nummer 147 der FIFA-Weltrangliste am Freitag in Astana und am darauffolgenden Dienstag in Wien auf sechs Punkte. "Wir werden die Kasachen sicher nicht unterschätzen und nehmen die Herausforderung an. Wir wollen zur WM, da darf uns Kasachstan nicht im Weg stehen."

Vor genau einem Jahr reichte es für Ivanschitz und Co. in der Astana Arena in der EM-Qualifikation allerdings nur zu einem 0:0. "Das war damals ein eher schwächeres Spiel, aber wir hätten trotzdem gewinnen können", erinnerte sich der Burgenländer. Mit den Erkenntnissen des damaligen Kasachstan-Trips soll nun ein voller Erfolg herausschauen. "Wir wissen, was auf uns zukommt und wie wir mit den dortigen Gegebenheiten umgehen müssen", betonte der 28-Jährige.

Laut Ivanschitz wird die Umstellung auf das Plastikgrün ein entscheidender Faktor sein. "Durch die vielen Trainings auf Kunstrasen in Bad Tatzmannsdorf haben wir die nötige Anpassungszeit, also gehe ich davon aus, dass es kein Problem sein wird." Aufgrund der technischen Überlegenheit könnte der Kunstrasen sogar zum Vorteil für Österreich werden, vermutete der Mittelfeldspieler und nannte die Unterschiede im Vergleich zu einem Match auf natürlichem Untergrund. "Man muss direkt auf den Fuß spielen und weniger in die Räume."

Chancenauswertung muss besser werden
Ein weiterer Knackpunkt wird die Chancenauswertung sein, die bei der ÖFB-Auswahl gegen Deutschland zu wünschen übrig ließ. "Man kann das trainieren, es hängt aber auch mit der Bereitschaft zusammen, unbedingt das Tor machen zu wollen. Und man braucht auch das Quäntchen Glück."

Bei Mainz agiert Ivanschitz als klassischer Spielmacher, im Nationalteam war für ihn zumeist die Rolle am linken Flügel reserviert. "Aber das ist für mich überhaupt kein Problem, ich bin auch bei Mainz oft über links gekommen. Ich fühle mich auf beiden Positionen wohl."

Junuzovic vermisst Offensive
Zlatko Junuzovic hingegen wirkt mit seinem Job im defensiven zentralen Mittelfeld bei Werder Bremen nicht wirklich glücklich. "Da muss man viel laufen und viele Löcher stopfen. Ein bisschen eigenartig ist es schon, weil ich immer absichern und hinten bleiben muss, wenn wir angreifen", sagte der 25-Jährige. Durch den Positionswechsel sei er in einer "neuen Welt", meinte der gelernte Offensivspieler. "Aber es ist immer wichtig, dass man etwas Neues dazulernt."

Generell läuft es für den Mittelfeldspieler bei Werder Bremen derzeit nicht nach Wunsch, schließlich wurden die vergangenen beiden Liga-Partien verloren. "Zuletzt beim 1:3 gegen Augsburg waren wir in der zweiten Hälfte wirklich schlecht. Aber wir werden wieder raufkommen", erklärte Junuzovic.

In den kommenden Tagen schiebt der Ex-Austrianer die Sorgen bei seinem Club ohnehin beiseite und konzentriert sich voll und ganz auf das Kasachstan-Doppel. "Wir wollen sechs Punkte und wissen, dass wir das schaffen können." Optimismus schöpft Junuzovic nicht nur, aber auch aus der guten Leistung gegen Deutschland. "Das war keine Eintagsfliege, denn schon davor haben wir gute Spiele abgeliefert." Allerdings warnte Junuzovic davor, die Kasachen zu unterschätzen. "Vielleicht gehen wir als Favorit ins Spiel, doch heutzutage gibt es keine leichten Gegner mehr."

Königshofer statt Lindner
Heinz Lindner fällt für die beiden WM-Qualifikationsspiele der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft gegen Kasachstan am Freitag in Astana und am darauffolgenden Dienstag in Wien aus. Der Austria-Goalie musste wegen Adduktorenproblemen passen, für ihn rückte am Dienstag Lukas Königshofer ins ÖFB-Camp in Bad Tatzmannsdorf ein. Der 23-Jährige Rapid-Goalie scheint erstmals im Aufgebot des A-Teams auf.

Kommentare

Seite 1 von 1