WM-Pfeifenmänner: Überblick zu den
21 Schiedsrichtern und ihren Assistenten

Österreich erstmals seit 1994 nicht vertreten Mexiko einziges Land mit zwei Haupt-Referees

Bei der am Freitag beginnenden Fußball-WM 2006 werden in den 64 Partien 21 Schiedsrichter und 42 Schiedsrichter-Assistenten im Einsatz sein. Ursprünglich hätten es 23 Unparteiische sein sollen, doch die Nominierung des in den Sog des italienischen Skandals geratenen Italieners Massimo De Santis war am 13. Mai 2006 zurückgezogen worden. Und am 29. Mai hatte der Jamaikaner Peter Prendergast auf Grund einer Knieverletzung absagen müssen.

Durch das Nicht-Antreten des Italieners De Santis ist Mexiko das einzige Land, das mit Benito Archundia und Marco Rodriguez gleich zwei Haupt-Referees stellt. Österreichs Schiri-Gilde ist erstmals seit 1994 nicht bei der WM vertreten.

Österreichs derzeitiger Top-Referee Konrad Plautz hatte am vergangenen Samstag beim WM-Test England - Jamaika (6:0) vor 66.000 Zuschauen in Manchester einen weiteren Auftritt auf der großen Bühne ("Ein bäriges Erlebnis"), umso mehr schmerzt es den Tiroler, dass er bei der WM nicht mit dabei sein darf. "Die Wehmut wird so richtig kommen, wenn es dann los geht. Schade, denn es war meine letzte WM-Chance und mit dem Großteil der WM-Schiedsrichter hätte ich locker mithalten können", so der 41-Jährige im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur.

Plautz sieht die Ausbootung der ÖFB-Schiris auch als Folge der fehlenden Erfolge der rot-weiß-roten Nationalmannschaft. "Klar spielt das auch mit." Dass die FIFA bei der WM 2006 endlich auf eingespielte Dreierteams (selbe Konföderation, selbe Sprache) setzt, begrüßt nicht nur Plautz: "Eine optimale Lösung, denn diese Leute verstehen sich blind. Das wird die Leistungen entscheidend verbessern."

Europa (9):
Markus Merk (Deutschland); Christian Schrär, Jan-Hendrik Salver
(beide Deutschland)
Massimo Busacca (Schweiz); Francesco Buragina, Matthias Arnet
(beide Schweiz)
Frank de Bleeckere (Belgien); Peter Hermans, Walter Vromans (beide
Belgien)
Roberto Rosetti (Italien); Cristiano Copelli, Alessandro Stagnoli
(beide Italien)
Walentin Iwanow (Russland); Nikolai Golubew, Jewgeni Wolnin (beide
Russland)
Luis Medina Cantalejo (Spanien); Victoriano Giraldez Carrasco,
Pedro Medina Hernandez (beide Spanien)
Lubos Michel (Slowakei); Roman Slysko, Martin Balko (beide
Slowakei)
Graham Poll (England); Philip Sharp, Glenn Turner (beide England)
Eric Poulat (Frankreich); Lionel Dagorne, Vincent Texier (beide
Frankreich)

Südamerika (5):
Carlos Amarilla (Paraguay); Amelio Andino, Manuel Bernal (beide Paraguay)
Horacio Elizondo (Argentinien); Dario Garcia, Rodolfo Otero (beide
Argentinien)
Jorge Larrionda (Uruguay); Walter Rial, Pablo Fandino (beide
Uruguay)
Oscar Ruiz (Kolumbien); Jose Navia (Kolumbien), Fernando Tamayo
(Ecuador)
Carlos Simon (Brasilien); Aristeu Tavares, Ednilson Corona (beide
Brasilien)

Mittel-, Nord-Amerika- und Karibik-Zone (2):
Benito Archundia (Mexiko); Jose Ramirez (Mexiko), Hector Vergara
(Kanada)
Marco Rodriguez (Mexiko); Joseph Taylor (Trinidad und Tobago),
Leonel Leal (Costa Rica)

Asien (3):
Toru Kamikawa (Japan); Yoshikazu Hiroshima (Japan), Dae Young Kim
(Südkorea)
Shamsul Maidin (Singapur); Prachya Permpanich (Thailand), Eisa
Ghuloum (VAE)
Mark Shield (Australien); Nathan Gibson, Ben Wilson (beide
Australien)

Afrika (2):
Essam Abd el Fatah (Ägypten); Dramane Dante (Mali), Mamadou Ndoye
(Senegal)
Coffi Codjia (Benin); Celestin Ntagungira (Ruanda), Aboudou
Aderodjou (Benin)