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WM 2014: Wer wird der Topstar?

Neymar, Messi, Ronaldo oder doch ein anderer. Wer drückt der WM den Stempel auf?

Neymar gegen Messi im Spiel Brasilien gegen Argentinien © Bild: Rich Schultz/Getty Images

Das "Who is Who" des Weltfußballs ist bereit: Vom portugiesischen Weltfußballer Cristiano Ronaldo und Argentiniens Ausnahmekicker Lionel Messi über Brasiliens Hoffnungsträger Neymar und Spaniens Ikone Andres Iniesta bis hin zu Italiens "Enfant terrible" Mario Balotelli und Uruguays "Beißer" Luis Suarez. Die Liste der Superstar-Bewerber bei der WM in Brasilien ist lang.

Sie alle wollen Zlatan Ibrahimovic vom 12. Juni bis bestenfalls zum 13. Juli, dem Tag des Endspiels in Rio de Janeiro, Lügen strafen. Der Schwede hatte nach der verpassten Endrunden-Teilnahme selbstgefällig zu Protokoll gegeben: "Eine WM ohne mich ist es nicht wert, dass man sie sich anschaut."

Am Fehlen des Exzentrikers mit dem Hang zu unfassbaren Toren ist Cristiano Ronaldo schuld. Erstmals reist der Portugiese als amtierender Weltfußballer und Champions-League-Sieger zu einer WM. "Die WM ist für mich eine spezielle Herausforderung. Ich bin in den vergangenen Jahren als Spieler gewachsen", verriet der Real-Superstar jüngst. Das liege auch an den Partien mit der portugiesischen Nationalmannschaft, die er in einem denkwürdigen Playoff-Duell mit Ibrahimovic und dessen Schweden praktisch im Alleingang zur Endrunde geschossen hat.

Ronaldo und Ibrahimovic beim Shakehands
© GEPA pictures/ Bildbyran/ Joel Marklund Ibrahimovic und Ronaldo sorgten für ein denkwürdiges Playoff-Duell

Starke Spieler brauchen starkes Team

In der starken Gruppe G mit Deutschland, Ghana und den USA kann sich Ronaldo von Beginn an beweisen. Doch Portugals Rekordtorschütze benötigt entsprechende Unterstützung von seinen Teamkollegen. Denn ohne eine starke Mannschaft kommt man beim "Casting" für den WM-Superstar 2014 sicher nicht bis in die letzte Runde.

Zuletzt 2010 in Südafrika, als Iniesta in der Verlängerung des Endspiels gegen die Niederlande Europameister Spanien zum nächsten Titel schoss, wurde Uruguays Torjäger Diego Forlan als bester Spieler der WM ausgezeichnet. Diesmal hat der Rekord-Internationale seines Landes Konkurrenz aus dem eigenen Lager: Liverpool-Stürmer Suarez geht als Topscorer der Premier League in das Gruppenduell mit dem bei Weltmeisterschaften bisher glanz-, glück- und torlosen Wayne Rooney und dessen englischen Mitstreitern.

Augen auf Altstar Pirlo

Pirlo in der Nahaufnahme
© GEPA pictures/ AMA sports/ Matthew Ashton Zeigt es Pirlo noch einmal den Jungen?

Bei den mitfavorisierten Italienern, die ebenfalls im Pool D mit den Ex-Weltmeistern Uruguay und England spielen, könnte die Zeit für Andrea Pirlo gekommen sein. Er ist zwar wie Forlan schon 35 Jahre alt, will aber nach der Meistersaison mit Juventus Turin unbedingt noch einen drauflegen und seinen zweiten WM-Titel nach 2006 holen. Sein 23-jähriger Teamkollege Balotelli könnte ihm allerdings wie schon beim Vorstoß ins EM-Finale 2012 den Rang ablaufen.

Messi und seine Argentinier

Gegen Modellathleten wie Balotelli oder Ronaldo wirkt der gerade einmal 1,69 Meter große Messi fast wie ein Nachwuchs-Kicker. Trotzdem zählt der vierfache Weltfußballer zu den größten Fußballern der Historie. Während der 26-Jährige aber mit dem FC Barcelona jeden großen Titel im Club-Fußball bereits mehrmals gewonnen hat, wartet der Edeltechniker aus Rosario noch auf einen großen Triumph mit Argentiniens A-Team, das noch mit weiteren Offensivstars wie Kun Aguero (Manchester City), Gonzalo Higuain (SSC Napoli) oder Angel di Maria (Real Madrid) aufwarten kann.

Argentinische Fußball-Nationalmannschaft
© imago/photogramma Argentiniens Team strotzt nur so vor Starspielern

Bei Gastgeber Brasilien sind indes Namen wie Kaka oder Ronaldinho Geschichte, großer Hoffnungsträger des Rekordchampions ist nun der 22-jährige Neymar. 2010 verzichtete der damalige Selecao-Teamchef Carlos Dunga auf das Toptalent und wurde dafür von den Fans kritisiert. "Jetzt ist der Moment gekommen, nicht nur meine Familie, sondern ganz Brasilien zu repräsentieren", weiß Barcelona-Profi Neymar um die riesige Verantwortung, die auf seinen Schultern lastet.

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