Gruppe H von

Fußball-Weltmeisterschaft 2014: Russland peilt Achtelfinale an

Start gegen Südkorea könnte gleichzeitig schon entscheidende Partie sein

Russland © Bild: Reuters/Shemetov

Mit einem italienischen Trainer der alten Schule und Spielern ausschließlich aus der heimischen Liga peilt Russland bei der Fußball-WM das Achtelfinale an. Für die "Sbornaja" könnte der Start in die Gruppe H (Mittwoch, 0.00 Uhr MESZ, LIVE auf NEWS.AT) gegen Südkorea dafür schon die entscheidende Partie sein. Auf der Tribüne in Cuiaba wird ÖFB-Teamchef Marcel Koller Österreichs EM-Qualifikationsgegner beobachten.

Belgien gilt in der Gruppe H als Favorit, Algerien als krasser Außenseiter, Russland und Südkorea daher der Papierform nach als Kandidaten für Rang zwei. Die Russen scheinen die besseren Karten für den Aufstieg zu haben, den sie seit dem Zerfall der Sowjetunion 1991 noch nie geschafft haben. Sowohl 1994 als auch 2002 war nach der Gruppenphase Endstation.

Der italienische Disziplinfanatiker Fabio Capello soll dafür sorgen, dass es mit den chronisch enttäuschenden WM-Auftritten nun vorbei ist. Capello setzt dabei auf Teamgeist statt Stars, was sich in der Qualifikation mit dem Gruppensieg vor Portugal bewährte.

Ziel: Mehr als drei Spiele

"Es ist zwölf Jahre her, dass Russland zuletzt bei einer WM dabei war, wir haben viel zu beweisen. Unser Ziel ist es, mehr als nur drei Spiele zu machen, aus der Gruppe aufzusteigen und dann schauen wir weiter", erklärte Routinier Wassili Beresuzki. Alexander Kerschakow war weniger zurückhaltend. "Wir wollen um den Turniersieg mitspielen", erklärte der Stürmer.

Die Russen können jedenfalls mit viel Selbstvertrauen einlaufen, haben sie doch seit zehn Spielen nicht mehr verloren und dabei nie mehr als ein Tor erhalten. Auch ein 2:1-Sieg gegen Südkorea im November in Dubai fällt in diese Erfolgsserie.

Südkoreas Formkurve nach unten

Bei Südkorea geht die Formkurve dagegen nach unten. In der Vorbereitung kassierten die Asiaten in fünf Spielen vier Zu-Null-Niederlagen und elf Gegentreffer. Die WM-Generalprobe gegen Ghana ging gleich mit 0:4 verloren. "Wir sind gut vorbereitet", behauptete Verteidiger Lee Yong dennoch.

Teamchef Hong Myung-bo, einer der Helden der Heim-WM von 2002, bei der Südkorea sensationell das Halbfinale erreicht hat, muss sich aber einiges einfallen lassen, um Südkoreas positive Start-Bilanz zu prolongieren. Denn 2002 (1:0 gegen Polen), 2006 (2:1 gegen Togo) und 2010 (2:1 gegen Griechenland) haben die "Taeguk Warriors" ihr erstes Spiel beim WM-Turnier gewonnen.

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